Kreis Mettmann: Sie ist die neue Stimme der Wirtschaft

Kreis Mettmann: Sie ist die neue Stimme der Wirtschaft

Gabriele Römer, Gesellschafterin der Haaner Felsenquelle, wurde zum zweiten Mal nach 2010 zur Sprecherin des UnternehmerKreis Mettmann (UKME) gewählt. Der Dachverband will auch gegen den Fachkräftemangel vorgehen.

Auf seiner jüngsten Sitzung wählte der Beirat des UnternehmerKreis Mettmann (UKME) die Haaner Unternehmerin Gabriele Römer einstimmig zur neuen Sprecherin. Die geschäftsführende Gesellschafterin der Haaner Felsenquelle nimmt diese Aufgabe in den nächsten beiden Jahren bereits zum zweiten Mal war. Bereits 2010 war die 68-Jährige auf diesen Posten gewählt worden. Römer löst damit Steuerberater Meinhard Otto aus Mettmann ab, der dem UnternehmerKreis zwei Jahre lang als Sprecher vorstand.

Gabriele Römer führt die Haaner Felsenquelle gemeinsam mit ihrem Mann Helmut und gehört dem UKME-Beirat seit seiner Gründung vor zwölf Jahren an. Sie setzt sich seit vielen Jahren für die Bildung eines Kreises von Unternehmern in Haan ein, der die Interessen der Wirtschaft am dortigen Standort gegenüber Politik und Verwaltung vertritt.

"Neben den örtlichen Vertretungen in den zehn Kreis-Städten ist es aber auch wichtig, ein Sprachrohr für die gesamte Wirtschaft im Kreis zu haben", sagt die Mutter von zwei Söhnen, die ebenfalls in ihrem Unternehmen tätig sind. "Daher freue ich mich darauf, nach nunmehr acht Jahren wieder als Sprecherin des UKME agieren zu dürfen."

Der Wirtschaftsverband wurde Ende 2005 gegründet, um sich mit starker Stimme für die wirtschaftlichen Themen auf Kreisebene einzusetzen. Dazu gehören beispielsweise Verkehrspolitik, Bildung und Schule, Integration sowie Projekte zur Standortförderung. Seit 2016 ist der UKME offizielles Mitglied der Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation.NRW (zdi). Mit dem Beitritt unterzeichnete damals Meinhard Otto in Anwesenheit von Landrat Thomas Hendele die Erklärung zum Aufbau des zdi-Netzwerks im Kreis Mettmann.

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Im Fokus des Netzwerks steht die Förderung des naturwissenschaftlichen und technischen Nachwuchses, insbesondere in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Die Koordination der Aktivitäten liegt bei der Wirtschaftsförderung des Kreises. "Dem Kreis Mettmann dabei zu helfen, ein deutlicheres Markenprofil zu entwickeln, kommt letztendlich allen Unternehmen zugute."

Dabei haben die im Kreis organisierten Unternehmer auch ein Augenmerk auf das Umland gelegt und beobachten unter anderem die Entwicklung des Düsseldorfer Flughafens. Den Unternehmern wird darüber hinaus in Veranstaltungen und Projekten die Gelegenheit gegeben, sich kennen zu lernen. Das ist auch im Dezember geschehen, als sich der UKME-Beirat über das Angebot der Agentur für Arbeit Mettmann zur Weiterbildung und Qualifizierung von Beschäftigten im Betrieb informierte. Weiterbildungsberater Stefan Konzak erläuterte die Angebote, mit denen die Arbeitsagentur dem Fachkräftemangel in den Unternehmen begegnen möchte. "Ein wichtiger Aspekt ist hier die Förderung berufsbezogener Weiterbildungen der Mitarbeiter", erklärte Konzak. So soll Arbeitslosigkeit vermieden und der Tatsache begegnet werden, dass auch im Kreis Mettmann wegen der rückläufigen Schülerzahlen der Abgang von qualifizierten Mitarbeitern in die Rente nicht kompensiert werden kann.

Im Gedankenaustausch mit Marcus Kowalczyk, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mettmann, und Wolfgang Mai, operativer Geschäftsführer der Agentur, wurde auch erörtert, wie die Ausbildung junger Leute im Kreis forciert werden kann.

(stemu)