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Service: So hilft man älteren Menschen.

Ratinger Hilfe : Taschengeldbörse auch in Corona-Zeiten

Hygienevorschriften und Schutzkonzepte erschweren die Vermittlungsarbeit. Doch es funktioniert. Coronabedingt ist das Betätigungsfeld für die Jugendlichen eingeschränkt. Möglich sind Arbeiten wie zum Beispiel Laub fegen, den Hund ausführen, Sperrmüll raustragen oder Einkäufe erledigen – also alle kontaktarmen Tätigkeiten. Beim Einkaufen kann man auch kreativ die Kontaktvermeidung betreiben, wenn etwa Wechselgeld und Kassenbon im Umschlag mit dem Einkaufskorb vor die Tür gestellt werden.

(RP) Corona schränkt ein, aber kriegt sie nicht klein: Die Taschengeldbörse lebt und funktioniert auch in Zeiten der Pandemie. Die bestehenden Hygienevorschriften und Schutzkonzepte machen die Vermittlungsarbeit nicht einfacher, aber dennoch möglich. „Gerade jetzt in der Corona-Krise ist die Taschengeldbörse ein wichtiges Angebot. Sie leistet einen guten Beitrag zur Unterstützung von älteren und gehandicapten Menschen in unserer Stadt, wenn sie Hilfen bei kleinen Erledigungen brauchen“, sagt Koordinator Benedikt Dörkes.

Coronabedingt ist das Betätigungsfeld für die Jugendlichen eingeschränkt. Möglich sind Arbeiten wie zum Beispiel Laub fegen, den Hund ausführen, Sperrmüll raustragen oder Einkäufe erledigen – also alle kontaktarmen Tätigkeiten. Beim Einkaufen kann man auch kreativ die Kontaktvermeidung betreiben, wenn etwa Wechselgeld und Kassenbon im Umschlag mit dem Einkaufskorb vor die Tür gestellt werden.

Nicht möglich sind derzeit Tätigkeiten im Haushalt oder die von Senioren oft nachgefragten Hilfen und Beratungen beim Umgang mit Smartphone und Tablet. Dörkes: „So etwas kann man auf Distanz schlecht machen.“ Nach wie vor stehe der Grundgedanke „Junge helfen Alten“ im Vordergrund – nicht das Geldverdienen.

Die Kontakt- und Jobvermittlungsbörse, die Jugendrat und Seniorenrat im Frühjahr vergangenen Jahres gemeinsam auf den Weg gebracht haben, ist inzwischen aus der Palette der verschiedenen Hilfsangebote in der Stadt nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile sind in der Datenbank der Taschengeldbörse etwa 800 Jugendliche und 900 Senioren registriert. Gut 1.000 Vermittlungen wurden bereits getätigt.

Als Koordinator versucht Benedikt Dörkes, die Jugendlichen möglichst ortsnah zu vermitteln, um lange Anfahrtswege zu vermeiden. „Uns allen ist besonders wichtig, dass das gemeinsame Projekt von Jugend- und Seniorenrat auch in dieser Krisenzeit am Laufen gehalten wird“, sagt Veronika Hutmacher vom Jugendamt der Stadt . Nur so könne das längerfristige Ziel erreicht werden: Dass sich Jung und Alt ständig weiter vernetzen und die Taschengeldbörse sich selbst weiterentwickelt.

Bestimmte Bereiche sind im Rahmen der Taschengeldbörse tabu. Dazu zählen neben pflegerischen Tätigkeiten regelmäßig wiederkehrende Haushaltsarbeiten, Elektroarbeiten sowie Aufgaben professioneller Dienstleister. Dazu zählt aus haftungsrechtlichen Gründen auch Schneeschippen.

Dass nur außerhalb der Schulzeiten gearbeitet werden darf, versteht sich von selbst. Das Mindestalter beträgt 15 Jahre. Der Arbeitslohn wird zwischen Jobanbieter und Jobsuchendem frei ausgehandelt und sollte sich – wie der Name schon sagt – an einem Taschengeld orientieren. Empfohlen werden mindestens fünf Euro pro Stunde.

Wer Kontakt zur Taschengeldbörse aufnehmen will, kann sich innerhalb der Sprechzeiten an Koordinator Benedikt Dörkes wenden. Er ist mittwochs und freitags von 17 bis 19 Uhr in seinem Büro im Jugendzentrum Hösel unter folgenden Nummern erreichbar: (02102) 550-5655 oder 0151/224 321 69. Auch per Mail kann man ihn kontaktieren:

info@taschengeld-ratingen.de.Am einfachsten ist es, das Kontaktformular auf der Homepage der Taschengeldbörse auszufüllen: https://taschengeld-ratingen.de/kontakt.