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Heiligenhaus: Schwungvoller Abschied vom alten Jahr

Heiligenhaus : Schwungvoller Abschied vom alten Jahr

Albie Donnelly Supercharge begeisterte im "Club" Heiligenhaus wieder mit Rhythm'n'Blues, Funk und rockigem Jazz.

Weihnachten ist bekanntlich überwiegend eine Familienangelegenheit. Der Auftritt von Albie Donnelly kurz danach eigentlich auch. Seit zehn Jahren strömen die Heiligenhauser, ziemlich junge und vor allem ziemlich jung gebliebene, irgendwann zwischen dem Christfest und dem Jahreswechsel in den "Club" und genießen Rhythm'n'Blues, Funk und rockigen Jazz. Sie wissen inzwischen, was sie erwartet — nämlich ein überaus unterhaltsamer Abend, der nach besinnlichen Tagen wieder Schwung ins festselige Gemüt bringt.

Das Kondenswasser tropfte zwar nicht von der Decke, aber gut warm war's schon im Club. Und außerdem gingen die Besucher mal gern raus auf ein großes Bier und einen kleinen Schwatz. Jetzt war man hauptsächlich unter sich und lauschte dem Heiligenhauser Mitbürger Donnelly. Von Liverpool in die Welt, dort reichlich unterwegs und dann nach Heiligenhaus? Da war und ist Liebe im Spiel.

Und so sah man auch Ingeborg Oberholz, die vor zwei Jahrzehnten Albie Donnelly für sich und damit für Heiligenhaus eingenommen hat. Klar ist der jährliche Auftritt am 27. Dezember für sie ein Muss (und sicher auch ein Will), geht sie gern mit zu den nächsten Auftritten von Supercharge, zum Beispiel heute im Stadtkeller in Luzern. Albie Donnelly, rauschebärtiges Kraftei in schwarzer Kleidung und mit schwarzer Brille, Mann mit bemerkenswerter Stimme und unverwechselbarem Sound, tobte sich mit seinen sieben Mit-Musikern — darunter war der ehemalige Average White Band-Saxofonist Malcolm "Molly" Duncan — mit nur einer Pause aus, zeigte den mitwippenden Besuchern, was eine Rhythm'n'Blues-Harke ist. Außer dem Boss mit Alt- und Tenor-Saxofon und Gesang hörte man Roy Herrington (Gitarre, Gesang), Jürgen "Big Jay" Wieching (Bariton- und Tenor-Saxofon), Mike Rafalcyk (Posaune, Mundharmonika, Gesang), Sascha Kühn (Organ, Piano), Wolfgang "Bolle" Diekmann (Bass) und Uwe Petersen (Schlagzeug).

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Und auch die Heiligenhauserin, die trotz ihrer ganz persönlichen Vorliebe für Helene Fischer ihrem Mann zuliebe in den "Club" gekommen war, schien im Laufe des Abends Zuneigung zum Dargebotenen zu entwickeln. Was Wunder, hat doch nicht zuletzt B. B. (Blues Boy) King, 88 Jahre alte Gesangs- und Gitarren-Legende des Blues und auch aktuell noch auf Tournee quer durch die Vereinigten Staaten von Amerika, der Band bescheinigt, "Europas beste Rhythm'n'Blues Band" zu sein.

Die Herren auf der Bühne hatten alle ihr Päckchen zu tragen — das heißt, jeder für sich hatte in Zusammenarbeit mit anderen berühmten Musikern aus der Szene das erworben, was man Qualität und Bühnenpräsenz nennen mag.

Klar, dass die Band nicht ohne zwei Zugaben von der Bühne gelassen wurde. Hendrik Schulze Neuhoff vom Kulturbüro sah's mit Zufriedenheit und weiß schon jetzt, womit der Club 2014 zwischen den Jahren wieder ausverkauft sein wird.

(gaha)