Ratingen: Schwachpunkt Kreuzung

Ratingen: Schwachpunkt Kreuzung

Im Bezirksausschuss West stellte die Verwaltung gemeinsam mit dem Investor die Pläne für das Neubaugebiet am Felderhof vor. Die Anwohner fürchten einen Verkehrskollaps an der Kreuzung Volkardeyer Straße.

West Wie viel Verkehr kann die Kreuzung Felderhof/Volkardeyer Straße noch verkraften? Wenn es nach den Anwohnern geht, nicht viel. Wenn es nach der Verwaltung geht, noch Einiges. Sie plant auf dem Gelände der ehemaligen Spiegelglasfabrik am Felderhof ein neues Wohngebiet mit 250 Wohneinheiten. Das Gelände ist das Einzige in Ratingen, wo in dieser Größenordnung noch neu gebaut werden kann. Nun stellte die Verwaltung gemeinsam mit dem Investor im Bezirksausschuss die Pläne vor. Mehrere Punkte bereiten Anwohnern und Politikern Sorgen.

Verkehr Laut Planung wird das neue Wohngebiet durch eine Hauptachse erschlossen, die gegenüber von Lidl liegt und das Gebiet einmal durchkreuzt. Davon gehen kleine Stichstraßen ab, die zu den Häusern führen.

Aus dem Gebiet heraus führt aber nur der Weg über die Kreuzung an der Volkardeyer Straße. Ein Verkehrsgutachten habe laut Verwaltung ergeben, dass die Kreuzung die Belastung von 250 zusätzlichen Wohneinheiten verkraften könne.

Die Politiker monierten allerdings, dass dieses Gutachten veraltet und außerdem nicht aussagekräftig sei, da die Verwaltung ebenfalls eine Verlängerung der Sandstraße in das Gebiet hinein plane. Dieser Verkehr würde ebenfalls auf die Kreuzung führen, sei in dem Gutachten aber nicht berücksichtigt. Für den Herbst hatte die Verwaltung ein neues Gutachten mit einer Simulation für die weitere Umgebung angekündigt. Diese wollen die Politiker abwarten.

Parkplätze Neben Garagen und Stellplätzen an den Häusern plant der Investor zwei Tiefgaragen. Eine an der geplanten Mischbebauung gegenüber von Lidl, wo neben Wohnungen auch Läden entstehen sollen. Die Zweite an der ehemaligen Villa. Zusätzlich zu den Plätzen für die Anwohner sind knapp 70 Parkplätze für den Besucherverkehr geplant. Altlasten Die Verwaltung bestätigte noch einmal, dass sämtliche Altlasten von der Spiegelglasfabrik im Boden abgetragen und entsorgt wurden. Das Gelände sei sauber und nutzbar. Zudem wird der Investor 50 Zentimeter frischen Boden auftragen lassen. Lärmschutz Der Investor wird eine Lärmschutzwand entlang des Wohngebietes errichten. Darüberhinaus wird auch auf der anderen Seite der Bahngleise an den Haarbach Höfe die Lücke in der Lärmschutzwand geschlossen.

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Bebauungsdichte Sorge bereitet den Politikern, wie dicht und hoch die neuen Häuser gebaut werden. Man habe bei anderen Projekten wie auf dem Calor-Emag-Gelände gesehen, dass die Investoren das Maximale herausholen wollten und deshalb die Vorgaben aus den Bebauungsplänen bis zum Letzten ausreizen würden.

Wie viel und wie hoch gebaut werde, könne man im B-Plan festlegen, erklärte die Verwaltung. Außerdem wolle der Investor im gehobenen Preissegment bauen, da müsse die Wohnqualität entsprechend sein mit viel Grün und lockerer Bauweise.

Infrastruktur Die Verwaltung soll prüfen, wie sich die Bebauung auf Kindergärten und Schulen auswirkt.

Die Erweiterung der Karl-Arnold-Schule sei ein richtiger Schritt, werde aber bei 250 neuen Wohneinheiten wahrscheinlich nicht ausreichen.

(RP)