Schulministerin plaudert mit Schülern in Lintorf

Ratingen : Schulministerin plaudert mit Schülern

Yvonne Gebauer besuchte die Lintorfer Eduard-Dietrich-Schule. Sie nahm sich zwei Stunden Zeit.

Fast zwei Stunden nahm sich Schulministerin Yvonne Gebauer bei dem von einem ehemaligen Schülervater vermittelten Besuch für die Lintorfer Eduard-Dietrich-Grundschule Zeit.

Schulleiterin Edith Winter freute sich, neben Gebauer auch noch die Regierungsschuldirektorin Ursula Natrop, Schulrätin Andrea Terwint, Landtagsabgeordnete Claudia Schlottmann, Bürgermeister Klaus Pesch und Schuldezernent Rolf Steuwe begrüßen zu können. Auch Vertreter der Elternschaft und des Fördervereins sind der Einladung der Schule gefolgt.

Nach einer kurzen Begrüßungsrunde ging es zunächst zu einem Unterrichtsbesuch in eine jahrgangsgemischten Klasse, die frei nach den Grundsätzen Maria Montessoris arbeitete. Gebauer setzte sich interessiert zu einer Gruppe von Schülern. Völlig ungezwungen plauderte sie mit den Schülerinnen und Schülern über das Aussehen und den Lebensraum von Amsel, Meise, Schwalbe und Co., bewunderte die Schreibübungen von zwei Erstklässlern und wie ein Viertklässler gekonnt römische Zahlen in die richtige chronologische Reihenfolge brachte.

Dann ging es in die Mensa zu einer Sitzung des Kinderparlamentes. „Es gibt schon viele Schulen mit solchen Parlamenten. Ich wünsche mir aber, dass es noch mehr werden. Sie sind ein Ort der Demokratiebildung und somit wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft“, so die Ministerin. Besonders beeindruckt hatte es sie, dass sich die Schüler in diesem Gremium mit Themen wie Obdachlosigkeit und Umweltschutz auseinandergesetzt haben.

Um die Umwelt ging es auch bei der Tanz- und Theaterprobe „EDS for future“ in der Turnhalle, die als nächstes auf dem Programm stand. Sie begrüße es, dass sich die Schüler auch im Unterricht mit diesem Thema beschäftigen, und wenn es dann noch auf eine so kreative Weise stattfindet, dann sei es um so effektiver, so Gebauer.

In den Räumlichkeiten der OGATA wurde anschließend über die in den letzten Jahren anwachsende Nachfrage nach Ganztagsplätzen diskutiert und dem damit verbundenen Erreichen von Kapazitätsgrenzen.

„So stelle ich mir eine Schule im 21. Jahrhundert vor, ohne jetzt andere Schulen abzuwerten. Jede einzelne hat ihre eigenes Schulprogramm und somit Besonderheiten. Ich wünsche mir aber trotzdem, dass die Rahmenbedingungen vor Ort bei allen Schulen gleich sind, damit alle Kinder die gleichen Bildungschancen haben“, sagte Gebauer nach dem Rundgang.

Bevor sie zu ihrem nächsten Termin aufbrechen musste, gab es noch eine abschließende kurze Gesprächsrunde im Lehrerzimmer, bei der Gebauer unter anderem auf das Problem mit den zahlreichen unbesetzten Lehrerstellen einging. Auch die Schülersprecher konnten Fragen stellen. „Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag in ihrem Beruf?“, wollten Talena und Friedrich von der Ministerin beispielsweise wissen. Sie schaue nach, was die Schulen machen und bemühe sich, für einen gut ablaufenden Unterricht zu sorgen und zu überlegen, was man verbessern könne.

Für die Ministerin gab es am Schluss neben den üblichen Dankesworten noch ein kleines Geschenk. Die Schule hatte nämlich zur Erinnerung an den Besuch ein Buch zusammengestellt mit Beiträgen aus allen Klassen.

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