Parade : Schützen gehen bei Steuben-Parade mit

Parade : Schützen gehen bei Steuben-Parade mit

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Beyer führte die Ratinger Delegation vor wenigen Tagen in New York an. Seit April dieses Jahres ist er der Koordinator für die transatlantische Zusammenarbeit der Bundesregierung.

Große Momente in New York: Spielmannsmusik, Blumenfüllhörner, ausgelassene Stimmung, prächtig untermalt mit Hits aus dem Sommer- und Winterbrauchtum, Lederhosen, Dirndl und Schuhplattler, Dreigestirne, Schützen und Reiter auf der New Yorker Prachtmeile 5th Avenue – das war sie also, die 61. Steuben-Parade.

Angeführt wurde das bunte Treiben vom CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Beyer, der mit dieser Ehre für seine Verdienste um die deutsch-amerikanischen Beziehungen ausgezeichnet wurde. Mit von der Partie war der Ratinger Schützenchef Gero Keusen mit einer großen Abordnung der Wilhelm Tell-Kompanie der St. Sebastiani-Bruderschaft.

Viele tausend Menschen säumten die 5th Avenue im Herzen Manhattans und demonstrierten damit ihre deutsch-amerikanische Verbundenheit. Sicherlich ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergesse, meinte der Christdemokrat, der als Grand Marshall mit der blauen Ehrengast-Schärpe über der Schulter den Zug anführte und die Parade abnahm. Besonders stolz war er, dass er diese eindrucksvollen Bilder mit seinen Tellanern teilen konnte, die für die Veranstaltung extra über den Atlantik geflogen waren.

Es war Beyer eine große Ehre und Verpflichtung zugleich, denn er vertrat nicht nur die Bundesregierung, sondern als Mitglied der St. Sebastiani-Bruderschaft vor allem seine Heimatstadt Ratingen.

Seit 2009 engagiert er sich für die transatlantischen Beziehungen im Deutschen Bundestag. Seit April dieses Jahres ist er der Koordinator für die transatlantische Zusammenarbeit der Bundesregierung.

Als Grand Marshall der Steuben-Parade reiht er sich in eine lange Liste von Persönlichkeiten ein, die sich um die deutsch-amerikanischen Beziehungen verdient gemacht haben. Hierzu gehören der ehemalige US-Außenminister und gebürtige Deutsche Henry Kissinger, der frühere Bundespräsident Walter Scheel, Hollywood-Schauspieler Ralf Möller und Sachsens ehemaliger Ministerpräsident Kurt Biedenkopf.

Das Programm beinhaltete für die Ratinger einige Höhepunkte: So wurden sie vom Bürgermeister der Stadt New York begrüßt, dann gab es eine Benefizveranstaltung. Nach der Heiligen Messe in der St. Patrick‘s Cathedral, gefolgt von der Parade, nahmen die Ratinger auf Einladung der Veranstalter am Oktoberfest im Central Park teil.

Die German-American Steuben Parade ist ein traditionsreicher Umzug, der jedes Jahr am dritten Samstag im September auf der Fifth Avenue in New York City stattfindet. Die Parade ist eines der größten Ereignisse im deutsch-amerikanischen Festkalender. Sie wurde im Jahr 1957 von deutschstämmigen Amerikanern gegründet. Diese wollten die Traditionen ihrer Heimat aufrechterhalten. Die Deutschamerikaner sind bis heute nach Angabe der Organisatoren die größte Einwanderergruppe in den USA. Etwa 15 Prozent aller US-Amerikaner sind deutscher Herkunft oder Abstammung. Allein in New York City leben etwa 500.000 Deutschstämmige. Die Ratinger Schützen waren sich einig: Es waren unvergessliche Momente, von denen man noch lange sprechen wird – daheim im Rheinland.

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