Lintorf: Schüler schaffen Lebensraum für Bienen

Lintorf: Schüler schaffen Lebensraum für Bienen

Grundschulen, Bienenzuchtverein und die Lintorfer Werbegemeinschaft starten nun ein neues Projekt.

Blumenzwiebeln vor dem Seniorentreff und auf der Drupnas, farbenfrohe Stromkästen entlang der Speestraße, Jagd auf Müll im Ortskern, ein liebevoll geschmückter Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz: Die Lintorfer Werbegemeinschaft hat in der Vergangenheit öfter junge Lintorfer mit ins Boot genommen, um für ein schöneres Stadtbild zu sorgen und dabei schon bei den Kinder ein gewisses Bewusstsein für Natur und Umwelt zu schaffen. Für ihr neuestes Projekt "Blumen für Bienen" arbeitet sie erneut mit dem Jugendzentrum Manege und den Lintorfer Grundschulen zusammen.

Wie bereits berichtet, hat der Ratinger Bienenzuchtverein zur Übernahme von Bienenstockpatenschaften aufgerufen, um dazu beizutragen, das weltweite Bienensterben aufzuhalten und die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen zu sichern. In gemeinsamen Gesprächen haben Peter Unruh von der Werbegemeinschaft und Franz Naber, Vorsitzender des Bienenzuchtvereins, die Grundidee weiterentwickelt.

Für jede Patenschaft, die zustande kommt, erhält die Werbegemeinschaft 50 Euro. Dieser Betrag ist zweckgebunden und wird für die Anschaffung von Blumen, Zwiebeln, Stauden usw. zur Verfügung gestellt. Die Bepflanzung im Frühling sowie das Einsetzen der Zwiebeln im Herbst erfolgt dann durch die Grundschulen und Kindern aus der Manege. Wo die neuen Blumen blühen werden, entscheidet die Werbegemeinschaft in Absprache mit den Schulen und dem Grünflächenamt. Derzeit laufen die Gespräche mit den Schulen und der Manege, um die weiteren Vorgehensweisen untereinander abzustimmen.

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"Von diesem Projekt profitieren alle. Die Werbegemeinschaft bekommt Unterstützung bei ihrem Ziel, Lintorf attraktiver zu gestalten. Die Arbeit wird auf mehrere Schultern verteilt. Die Kinder bekommen hautnahen Biologieunterricht und lernen dabei die Kette ;Blumen-Bienen-Obst/Gemüse-Nahrung für Mensch und Tier' kennen. Gleichzeitig helfen sie mit, für ein blühendes Lintorf zu sorgen, woran sich alle Bürger der Stadt erfreuen können. Und natürlich wird durch die Patenschaften und die Neupflanzung der Blumen dem Bienensterben entgegengewirkt, was auch wiederum allen zugute kommt", berichtete Unruh. Dieser Meinung sind auch die Schulleiterinnen der Lintorfer Grundschulen. "Für uns als Schule kann der Unterricht anschaulicher und lebensnaher gar nicht sein. Natur und Umwelt sind uns ein besonderes Anliegen, und diese Aktion passt ideal zu unserer Projektwoche, die genau unter diesem Thema vor den Osterferien stattfand. Unsere Schule fühlt sich sehr dem Ort Lintorf verbunden. Wir finden es sehr wichtig, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler für die Verschönerung ihres Heimatortes verantwortlich fühlen", sagte beispielsweise Marlene Stuckart von der Johann-Peter-Melchior-Grundschule. Kollegin Britta Brockmann sieht es genau so. Durch solche Aktionen können sich die Kinder mit ihrem Ort besser identifizieren und gleichzeitig für Natur und Umwelt sensibilisiert werden.

"Wenn die Kinder selber etwas schaffen, beobachten sie das Ergebnis mit anderen Augen. Sie können hautnah schauen, wie sich die von ihnen gepflanzten Blumen entwickeln und gleichzeitig etwas über Bienen und ihre Notwendigkeit lernen", sagte die Leiterin der Heinrich -Schmitz-Grundschule.

(RP)