Ratingen : Schmierereien sorgen für neuen Ärger

Ratingen : Schmierereien sorgen für neuen Ärger

Die CDU will eine Schutzschicht an der S 6-Brücke an der Düsseldorfer Straße anbringen lassen.

Schmierereien im Stadtgebiet sind seit langem ein  Ärgernis. „Wir wollen nicht länger hinnehmen, dass Verkehrsteilnehmer den Eindruck von völliger Verwahrlosung unserer Stadt haben“, betont CDU-Fraktionschef in einem sehr drastischen Kommentar.

Es geht konkret um die steinerne Brücke im Stadteingangsbereich der Düsseldorfer Straße, also die S6-Brücke, die massiv beschmiert und mit nicht jugendfreien Sprüchen versehen wurde. „Deshalb möchten wir an dieser besonders signifikanten Stelle ein Modellprojekt testen, auch um Erfahrungen im Umgang mit massiven Schmierereien für die Zukunft zu sammeln“, erklärte CDU-Ratsmitglied Klaus Weber. So sollen die Schmierereien zügig entfernt und mit einer abweisenden Schutzlackierung gegen Folgeschmierereien versehen werden.

„Da das Brückenbauwerk mutmaßlich der Bahn gehört, kann die Maßnahme nur mit dieser zusammen durchgeführt werden – entweder von der Deutschen Bahn selbst oder von der Stadt Ratingen in Absprache mit der Deutschen Bahn und mit deren Kostenbeteiligung“, ergänzt CDU-Fraktionsvize Gerold Fahr.

Die sich anschließende private Mauer auf der Westseite, die genauso ebenfalls stark betroffen war, habe der Eigentümer bereits vorbildlich fachkundig reinigen lassen.

Die Taten richten einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden an. Laut Kämmerer Martin Gentzsch muss die Stadt allein fürs Entfernen der Schmierereien rund 50.000 Euro pro Jahr aufbringen.

Klar, dass dieses Aufreger-Thema längst den politischen Raum erfasst hat. Der Vorstoß der CDU, seitens der Stadt eine Vorlage mit Maßnahmenbündel erstellen zu lassen, stieß im Rat indes auf breite Ablehnung. Tenor: Die Verwaltung gehe im Kampf gegen diese Straftaten bereits konsequent vor, deshalb benötige man auch keine zusätzliche Ausarbeitung mehr.

Über Angebote zur Beseitigung von Schmierereien besser aufzuklären oder mit Kreis und Rheinbahn zusammenzuarbeiten, sei unnötig, da auch dies längst umgesetzt werde.