Schlüsselregion: Talentwerkstatt stellt Gemeinschaftsprojekt vor

Niederberg : Azubis und Schüler bauen gemeinsam perfekte Modellautos

(RP) In der „Talentwerkstatt Technik“ bekommen Schüler der Ratinger Martin-Luther-King-Schule und des Berufskollegs Niederberg die Gelegenheit, ihr handwerkliches Geschick zu zeigen. Gemeinsam mit Azubis aus Firmen der Schlüsselregion bauen sie Modellautos und können so herausfinden, ob ihnen die Arbeit mit technischen Bauteilen Spaß macht.

Koordiniert wurde das Projekt von der Unternehmensvereinigung Schlüsselregion , zusammengebaut wurden die Autos in der Gemeinschaftslehrwerkstatt (GLW).

Über vier Wochen haben die Schüler mit Hilfe der Azubis einmal wöchentlich über vier Stunden an ihren Autos gebaut und geschraubt. Nun konnten sie bei der Abschlusspräsentation ihre Ergebnisse vorstellen: Stolz halten die Schüler fahrbereite Modellautos in den Händen, die während der „Talentwerkstatt Technik“ entstanden sind. Insgesamt haben acht Schüler mit Hilfe von vier Azubis aus verschiedenen Firmen die Bauteile fachgerecht bearbeitet und zusammengesetzt.

Anke Mellor, Berufswahlkoordinatorin an der MLK, nimmt mit ihren Schülern schon seit mehreren Jahren an dem Projekt der Schlüsselregion teil. „Für die Schüler ist es eine tolle Möglichkeit, über den Tellerrand zu blicken. Zusätzlich zu den üblichen Praktika können sie Praxiserfahrung sammeln und erste Kontakte zu Unternehmen knüpfen.“

Bei der Abschlusspräsentation stellten die Schüler ihre Ergebnisse auch den Personalverantwortlichen und Ausbildungsleitern der Firmen vor, aus denen die betreuenden Azubis kommen. Auch Leschek Gawel von der Firma Stero hat Azubis als Mentoren in die GLW geschickt. „Für unsere Auszubildenden ist es gut, auch mal auf der anderen Seite stehen zu können, die Schüler anzuleiten und ihnen zu helfen, wenn sie nicht weiterkommen. Die Zusammenarbeit hat gut geklappt, denn die Modellautos sind wirklich sauber gearbeitet.“

Leschek Gawel hofft natürlich auch, dass die Firma Stero durch den Austausch zwischen Azubis und Schülern als Ausbildungsbetrieb interessanter wird.

Das ist auch das gewünschte Ergebnis des Projekts der Schlüsselregion: Jugendliche für eine Ausbildung im metallverarbeitenden Gewerbe zu begeistern und sie frühzeitig mit ausbildenden Firmen zusammenzubringen. „Ich arbeite gerne handwerklich und das Zusammenbauen des Autos hat mir viel Spaß gemacht. Manchmal war es wegen der vielen Teile etwas knifflig, aber mit der Anleitung und Hilfe der Azubis sind wir gut vorangekommen. Ich würde auch anderen Schülern empfehlen, bei der Talentwerkstatt mitzumachen“, erzählt Leo Kwiecien, der als Schüler an dem Projekt teilgenommen hat. Auch die beiden Azubis Burak Celik und Beytullah Gül waren gern dabei.

Dadurch, dass ein Azubi nur zwei Schüler betreute, konnten die Schüler während der Arbeit in ungezwungener Atmosphäre Fragen zu verschiedenen Berufen stellen und die Azubis auf Augenhöhe aus ihrem Berufsalltag berichten. Ein weiterer Durchgang der „Talentwerkstatt“ endet in Kürze.

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