Unternehmer-Ideen kommen groß raus Premiere: Schlüsselregion verleiht Klimapreis

Heiligenhaus/Velbert · Die Schlüsselregion hat einen Klimapreis an Unternehmen verliehen, die sich besonders für den Klimaschutz einsetzen. Was die Gewinner tun.

 Bei der Verleihung (v.l.): Marco Dörr, Susanne Schlüter (Stannol), Volker Kirchberg (OGRO), Elke und Karl-Heinz Seipp (Reschke & Seipp) sind für den Klimaschutz in ihrem Unternehmen ausgezeichnet worden.

Bei der Verleihung (v.l.): Marco Dörr, Susanne Schlüter (Stannol), Volker Kirchberg (OGRO), Elke und Karl-Heinz Seipp (Reschke & Seipp) sind für den Klimaschutz in ihrem Unternehmen ausgezeichnet worden.

Foto: RP/Mathias Kehren

Gewonnen hat die Firma Stannol, aber auch an die Firmen Reschke & Seipp und OGRO wurden Sonderpreise verliehen. Die feierliche Siegerehrung fand im Rahmen der Netzwerkmesse der Schlüsselregionim Forum Velbert statt.

Beim Unternehmensverbund Schlüsselregion waren insgesamt 13 Bewerbungen von Velberter und Heiligenhauser Firmen eingegangen, die alle einen großen Einsatz rund um das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz zeigten. „Wir haben viele produzierende Firmen in der Schlüsselregion und das ist auch gut so, ermöglichen sie doch einen hohen Beschäftigtenanteil im verarbeitenden Gewerbe. Das bedeutet aber auch einen großen CO2-Ausstoß. Zum Glück gibt es schon jetzt viele gute Beispiele von Firmen aus unserer Region, die beim Klimaschutz vorangehen“, würdigte Ulrich Hülsbeck, Vorsitzender der Schlüsselregion e.V., das Engagement der Firmen.

Die Stannol GmbH & Co. KG gewann den Klimapreis der Schlüsselregion e.V. für die umfassenden Maßnahmen, die in der Firma für Klimaschutz und Nachhaltigkeit umgesetzt wurden.Hierzu gehören die Renaturierung einer 1000 Quadratmeter großen betonversiegelten Brachfläche auf dem Firmengelände und zahlreiche Energieeffizienz-Maßnahmen im Gebäude und in der Fertigung. Zudem hat Stannol seinen Einkauf umgestellt auf recycelten oder unter fairen Bedingungen abgebauten Zinn, dem wichtigsten Rohstoff für das Velberter Unternehmen aus der Lötmitteltechnik. „Wir haben vor etwa zehn Jahren mit der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen bei Stannol begonnen und Produkte aus recyceltem Material hergestellt“, erinnerte sich Geschäftsführer Marco Dörr. „Anfangs stießen wir damit auf kein großes Interesse, weil der Fokus darauf lag, für wenig Geld gute Qualität zu kaufen. Wir wussten damals aber schon, dass Klimaschutz kein Trend ist, sondern etwas, wo es sich lohnt, Vorreiter zu werden. Die Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz hat sich mit der Zeit zum Glück geändert und ist in den letzten zwei bis drei Jahren immer wichtiger geworden.“ Die gewonnenen 2000 Euro Preisgeld will Marco Dörr verdoppeln und an eine soziale Einrichtung in der Region spenden, die es in ein Projekt für den Klimaschutz investiert.

Für die unabhängige Jury mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen war es nicht leicht, einen Gewinner des Klimapreises der Schlüsselregion e.V. auszuwählen. Zur Jury gehörten Architektin Kirsten Burat, Melanie Bayo und Muriel Liebergall aus den Klimaschutz-Teams der Städte Velbert und Heiligenhaus, Förster Hannes Johannsen und Fabrikplaner Peter Rösler. „Wegen der Vielseitigkeit der Bewerbungen, die uns überrascht hat, haben wir uns dazu entschieden, zusätzlich zum Hauptpreis auch zwei Sonderpreise zu vergeben“, erklärte Peter Rösler den Entschluss der Jury.

(RP/köh)
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