Heiligenhaus Schimmel im Klassenraum

Isenbügel · Mehrere Räume der Adolf-Clarenbach-Schule – darunter ein Klassenraum und ein neu eingerichteter Werkraum – sind derzeit nicht benutzbar.

 Bauexperten gehen der Frage nach, ob ein Zusammenhang zwischen dem Wasserschaden von 2006 und dem aktuellen Fall besteht. Es wird bis zu vier Monate dauern, den Schaden zu beheben, schätzt der Beigeordnete Harald Flügge.

Bauexperten gehen der Frage nach, ob ein Zusammenhang zwischen dem Wasserschaden von 2006 und dem aktuellen Fall besteht. Es wird bis zu vier Monate dauern, den Schaden zu beheben, schätzt der Beigeordnete Harald Flügge.

Foto: Achim Blazy

Mehrere Räume der Adolf-Clarenbach-Schule — darunter ein Klassenraum und ein neu eingerichteter Werkraum — sind derzeit nicht benutzbar.

"Bereits Ende vergangenen Jahres musste ein zweites Schuljahr den Klassenraum wechseln und umziehen, nachdem in der Luft erhöhte Sporenkonzentration von Schimmelpilzen gemessen worden war", sagte Schulleiterin Manon Hoch am Mittwoch auf Anfrage gegenüber der RP.

Seit Montag laufen an der Pestalozzistraße Ausschachtungsarbeiten. Hoch dazu: "Die Stadt betreibt derzeit Ursachenforschung. Es ist nicht klar, wie lange die Sanierung dauern kann."

Die Folgen indes muss man jetzt schon tragen. "Da es keine andere Ausweichmöglichkeit gab, musste die Klasse in einen Container umziehen, der sonst für die offene Ganztagsbetreuung benötigt wird", so Hoch weiter. Die 110 Kinder in dieser Betreuung müssen seither mit drei Räumen weniger auskommen als gewohnt." Es gab bereits ein Gespräch zwischen Elternvertretern, Schulleiterin und Schulamt. "Die Lösung mit Container ist unhaltbar, die Lage muss jetzt schnell geklärt werden", so Hoch.

Inzwischen hat die SPD-Fraktion in dieser Sache einen Fragenkatalog formuliert, mit dem sich der Verwaltungsausschuss beschäftigen soll. Für die Isenbügeler Grundschule ist es binnen sechs Jahren bereits die zweite böse Überraschung gleicher Art. Bereits Ende 2006 war Wasser von außen in eine Wand des Baus aus den 50er Jahren eingedrungen, einige Räume der Schule liegen im Souterrain.

Hier setzen städtische und externe Fachleute mit ihrer Ursachenforschung an, die nach den Worten des technischen Beigeordneten "kurz vor dem Abschluss" steht. Eine Ursache sei gefunden: Staunässe. "Das kann aber nicht der einzige Punkt sein", so Flügge. Er sprach von einer "höchst unbekömmlichen Situation". Allerdings seien "Schäden dieser Art bei Bauten aus den frühen 50er Jahren nie auszuschließen".

Man rechne beim Immobilienservice der Stadt mit einer Sanierungszeit von vier Monaten. Wenig Chancen sieht Flügge für die angepeilte Lösung eines weiteren Containers: "Der müsste beschafft, geliefert und fundamentiert werden — man kann Container nicht einfach aus dem Hut zaubern. Es ist wahrscheinlich effizienter, für diese Zeit zusammenzurücken", so seine Prognose. Ihm sei allerdings auch klar, dass alle Beteiligten in diesem Fall eine ziemlich große Kröte zu schlucken hätten. Die Kosten der Sanierung seien noch nicht abschätzbar. KOMMENTAR

(RP/rl/jco/rai)
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