1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen

Ratingen: Raubüberfall: Opfer geht es besser

Ratingen : Raubüberfall: Opfer geht es besser

Juwelier Willy Badry war gestern, ein Tag nach dem brutalen Raubüberfall, auf dem Wege der Besserung. Er habe noch nicht vernommen werden können, sagte Frank Sobotta, Sprecher der Kreispolizei. Es gebe aber bereits erste Hinweise, denen man nachgehe.

Man hoffe auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung: Wichtig seien nicht nur Beobachtungen am Mittwochmorgen (etwa 9 bis 10 Uhr), sondern auch in den Tagen davor. Möglicherweise sei das Ladenlokal in der Lintorfer Straße vorher ausgekundschaftet worden. Ein kleiner Aufkleber auf der Ladentür hätte den oder die Täter eigentlich abschrecken müssen, tat es aber nicht: Badry ist Kunde des Heckermann-Sicherheitsdienstes in Ratingen. Zur Art der Sicherungen wollte Reiner Heckermann aus verständlichen Gründen nichts sagen.

Doch ganz allgemein gab er Empfehlungen besonders für Geschäfte mit hochwertigen Artikeln. So sollte man sich jeweils dem nächstgelegenen Wach- und Sicherheitsdienst anschließen, so Heckermann. Das erspare dem Dienst im Ernstfall weite und zeitraubende Wege zum Kunden. Neben der Einbruchssicherung empfehle er auch immer einen Überfallmelder: Das könne ein fest montierter Knopf sein oder auch ein kleiner Handsender, den Geschäftsleute zum Beispiel in der Hosentasche immer bei sich tragen können.

  • Ratingen : Überfall auf Goldschmied
  • Wersten : Keine heiße Spur nach Raubüberfall auf Juwelier
  • Moers : Prozess: Zeugin leidet nach Juwelier-Überfall noch heute

Über die Art des Alarms, still oder lautstark mit Sirene, stritten die Experten, so Heckermann: Ein stiller Alarm, der nur in der Leitstelle des Wachdienst auflaufe, erhöhe die Chance, Ganoven zu fassen. Ein lauter Alarm könne die Gangster verjagen, aber eben auch zu Panikreaktionen anregen. Wie auch immer: Bei einem Überfall werde sofort die Polizei informiert.

Live-Bilder in die Leitstelle

Auch eine Video-Überwachungsanlage sei wichtig. Es gebe sogar Anlagen, die im Alarmfall sofort Live-Bilder in Leitstelle übertragen. Besonders wichtig sei es, niemals allein die Geschäftsräume auf- oder abzusperren. In Täterkreisen sei bekannt, dass gerade morgens und abends am Personal gespart werde. Wachdienste seien auch dabei behilflich: Bei einem "namhaften Juwelier" auf der Düsseldorfer Kö sorge sein Unternehmen beispielsweise fürs Auf- und Abschließen. Außerdem stehe ein Wachmann vor der Tür, hieß es.

(RP)