Ratio Ratingen Planung für 20 Millionen Euro

Unternehmen : Ratio plant Neubau für 20 Millionen Euro

Die Pläne sind fortgeschritten: Das Warenhaus in Tiefenbroich ist in die Jahre gekommen und soll abgerissen werden.

Tim H. Snoek, Geschäftsführender Gesellschafter der Ratio-Unternehmensgruppe mit Sitz in Münster, will seinen Unmut gar nicht verhehlen. Man plant Großes am Standort an der Daniel-Goldbach-Straße in Tiefenbroich. Dort ist das Warenhaus in die Jahre gekommen, also schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Und die Bedingungen auf dem Wirtschaftsmarkt ändern sich rasant, der Wettbewerb wird immer härter.

Doch die Planungen stocken seit langem. Snoek breitet im RP-Gespräch eine kleine Auswahl des Schriftverkehrs aus, der zwischen Münster und Ratingen entstanden ist. Es hat Gespräche auf politischer Ebene gegeben, so auch mit Vertretern der CDU. Man traf sich mit Mitarbeitern der Verwaltung, um das Projekt in den Blickpunkt zu rücken und Dinge konkret abzusprechen. Es gab Gutachten, Gesprächsnotizen, Absichtserklärungen.

Bisher ist nichts geschehen, von einem entscheidenden Durchbruch ist der Diplom-Kaufmann noch weit entfernt. „Seit mehr als zehn Jahren bemühen wir uns, den SB-Warenhaus-Teil konzeptionell den Veränderungen der Handelslandschaft und den Veränderungen der Kundenbedürfnisse anzupassen“, heißt es in einem Schreiben an Bürgermeister Klaus Pesch, das der RP vorliegt. Zuletzt habe man den Großmarkt neu gestaltet, „um den Standort zukunftsträchtig zu erhalten und damit auch die Arbeitsplätze langfristig zu sichern“.

Ratio plant einen Neubaukomplex, der insgesamt rund 20 Millionen Euro kosten soll. Das alte Warenhaus wird abgerissen, es soll einen Baumarkt geben, für den man auch bereits einen festen Interessenten an der Angel hat: Hellweg mit Sitz in Dortmund.

Edeka soll in ein anderes neues Gebäude ziehen. Der aktuelle Mietvertrag im alten Warenhaus läuft bis zum Jahr 2026. Aus Sicht von Snoek ist klar, dass Edeka einen neuen Auftritt braucht – in einem modernen Gebäude, das den heutigen Kundenwünschen entspricht. „Um es klar zu sagen: Das alte Warenhaus ist ein Graus“, findet Snoek

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Stefan Heins (CDU), der an einem Gespräch mit Ratio teilgenommen hat, betont, dass „sich an dem Standort etwas tun muss“. Dies sei unumstritten. Man habe dieses Thema auch auf dem Radar, ergänzt er.

In einem Gespräch mit Vertretern des Bauamtes vom November 2017 war bereits eine Aufgabenliste vereinbart worden: So müsse man den Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan neu aufstellen, die geplante Baumaßnahme und die damit erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes werde zwischen dem Bauamt Ratingen und der Bezirksregierung Düsseldorf, die als Genehmigungsbehörde fungiert, abgestimmt.

Ratio soll mit Blick auf die Aufstellung des neuen Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes ein Fachbüro beauftragen.

Snoek hofft, dass das große Projekt in Tiefenbroich zu einem Abschluss kommen wird, man bekenne sich ja nachhaltig zu diesem Standort.

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