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Ratinger Verband der Pyrotechnik von Böllerverbot hart getroffen

Feuerwerksverbot bedroht Jobs : Pyrotechniker bangen um ihre Existenz

Der Bundesrat hat sich vor wenigen Tagen endgültig für das Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern zu Silvester ausgesprochen. Damit ist die gesamte Branche der Pyrotechniker in Gefahr.

Hinter dem Verband der pyrotechnischen Industrie liegen turbulente Wochen. Bis zur Ministerpräsidentenkonferenz im November bangten die Mitglieder um ihr Hauptgeschäft – den Feuerwerksverkauf zu Silvester. Nach dem Aufatmen als kein Böllerverbot beschlossen wurde, folgte das böse Erwachen. Am 13. Dezember wurde dann das Verkaufsverbot beschlossen und am 21. Dezember vom Bundesrat abgesegnet.

„Die Entscheidung hat unseren Wirtschaftszweig hart getroffen“, so der Verband. Die Hauptauslieferungen hatten bereits begonnen. Nun stehe der Einzelhandel vor dem Problem, was mit den Waren geschehen soll. „Feuerwerk ist ein Kommissionsgeschäft, am Ende wird der wirtschaftliche Schaden von der pyrotechnischen Industrie getragen werden müssen“, so Thomas Schreiber, Verbandsvorsitzender. Hilfsgelder seien dringend notwendig.

„Wir haben uns an die Politik gewandt, unsere Situation geschildert und um finanzielle Unterstützung für die pyrotechnische Industrie in Deutschland gebeten. Hier hoffen wir nun auf Rückmeldung, um weitere Schritte tun und hoffentlich bald Lösungen finden zu können.“

Der Verband wende jetzt alle Kräfte auf, um die immensen wirtschaftlichen Folgen zu bewältigen und Arbeitsplatzverluste zu verhindern. Insgesamt gehe es um mehr als 3000 Arbeitsplätze.