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Ratinger Prominente lesen Märchen vor

Videoangebot : Prominente lesen Märchen vor

Der Karnevalsausschuss hatte eine Idee, die jetzt per Video umgesetzt wird.

(RP) Unser Leben verändert sich gerade: Dinge, die fest zu unserem Alltag gehörten, fallen weg, und Anderes, was wir vielleicht völlig aus den Augen verloren hatten, wird wieder wichtig. Unter dem aktuellen Umstand, dass wir alle unser Zuhause so wenig wie möglich verlassen sollen, leiden besonders Kinder und Senioren. Der Karnevalsausschuss der Stadt Ratingen (KA) möchte diesen Umstand ein wenig lindern und hat sich gefragt, was diese beiden Bevölkerungsgruppen gleichermaßen verbindet. Die Antwort, so der KA, lautet: Märchen.

Der KA möchte nun vor allem diesen Menschen, die unter dem „Stillstand zuhause“ wahrscheinlich am meisten leiden, in den kommenden Ferien- und Ostertagen eine tägliche Freude bereiten. Deshalb wandte er sich an Persönlichkeiten des kulturellen und öffentlichen Lebens in Ratingen mit einer Bitte: Wären Sie bereit, für die Kinder und für die Senioren in unserer Stadt und für alle, die sich dafür interessieren, ein Märchen vorzulesen?

„Wir waren sehr überrascht und natürlich erfreut, dass wenige Stunden nach unserem Aufruf die ersten Videos bei uns eintrafen. Die Idee scheint auf mächtig große Zustimmung gestoßen zu sein und hat wohl einen Nerv getroffen. Viele Omas und Opas haben zur Zeit weniger Kontakt zu ihren Enkelkindern, und da verbindet dann schon, wenn sich Großeltern und Enkel verabreden, getrennt voneinander, aber zur gleichen Zeit einer Geschichte lauschen und vielleicht im Nachhinein darüber sprechen zu können“,  meint Mike Gans, Koordinator im KA für dieses Projekt.

Ab sofort wird auf der Website des Karnevalsausschusses  www.jeck.de und in den sozialen Netzwerken an jedem Abend um 18 Uhr ein Video veröffentlicht, in dem ein bekannter Ratinger ein Märchen vorliest – mit dem Handy aufgenommen aus dem eigenen Wohnzimmer. Damit möchte der KA drei Dinge erreichen: Kindern ein kleines Ritual der Abwechslung bieten, Omas und Opas vielleicht längst vergessene Geschichten wieder in Erinnerung rufen und allen Zuschauern ein Zeichen der Verbundenheit von Wohnzimmer zu Wohnzimmer senden. „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir mit diesem Projekt etwas positive Abwechslung anbieten könnten“, sagt Peter Hense, 1.Vorsitzender vom KA.