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Ratinger Politik: Tempolimit von Fall zu Fall prüfen

Ratingen : CDU zu Vorstoß der Grünen: Wallring hat schon Tempo 30

Um die Fakten zu klären, recherchierte Gerold Fahr, dass der Bezirksausschuss Ratingen Mitte bereits am 19. November 2009 einstimmig, also auch mit den Stimmen der CDU, genau das beschlossen hatte.

(RP) In der RP vom Samstag hatten die Grünen mit ihrem Bürgermeister-Kandidaten Martin Tönnes Tempo 30 für den gesamten Wallring gefordert. Nun kam prompt eine Reaktion aus den Reihen der Christdemokraten.

„Offenbar ist den Grünen unbekannt, dass der gesamte innere Ring der Altstadt seit 2009 mit einer Tempo-30-Regelung ausgestattet ist“, betonte Gerold Fahr, CDU-Ratsherr für die Ratinger Innenstadt, auf die Forderung des Grünen-Bürgermeisterkandidaten nach „flächendeckender Einführung von Tempo 30 innerhalb des Wallrings“.

Um die Fakten zu klären, recherchierte Gerold Fahr, dass der Bezirksausschuss Ratingen Mitte bereits am 19. November 2009 einstimmig, also auch mit den Stimmen der CDU, genau das beschlossen hatte. „Möglicherweise hat hier jemand die Schilder entfernt“, vermutetet Fahr. „Daher habe ich die Verwaltung um Wiederanbringung der Verkehrsschilder gebeten.“

Die CDU-Fraktion betont in einer Stellungnahme, dass sie Tempo 30 aus Sicherheitsgründen im Innenstadtkern, vor Schulen und Kindergärten, Seniorenwohnanlagen und Krankenhäusern, sowie in Wohnstraßen mitgetragen oder selbst beantragt hat. Flächendeckendes Tempo 30 nach dem Gießkannen-Prinzip auf Haupt- und Sammelstraßen in der gesamten Innenstadt dagegen würde die übrigen, berechtigten Geschwindigkeitsbeschränkungen, entwerten, hieß es.

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Außerdem nähmen die Bürger unbegründetes Tempo 30 auf Hauptstraßen als Schikane wahr und befolgten Tempo 30 dann eher nicht, so die CDU-Fraktion. Fahr betonte: „Die CDU-Fraktion prüft die Sinnhaftigkeit von Tempo 30 ohne ideologische Scheuklappen im Einzelfall.“