1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen

Ratinger Jugendrat will jetzt auch in die Kreispolitik

Gründung eines Kreisjugendrates : Ratinger Jugend will in die Kreispolitik

Die Weichen sind gestellt: Im Juli soll ein Kreisjugendrat gegründet werden. Nach der Sommerpause werden die Delegierten gewählt. Neben Vertretern aus anderen Kreisstädten sind Ratinger Nachwuchspolitiker dabei.

(abin) In Ratingen hat der Jugendrat längst eine Stimme, die auch gehört wird. So schoben die Nachwuchspolitiker eine Pensionsrückstellung an. Auch der Bike-Park in Hösel, der im Juli eröffnet werden soll, geht auf die Initiative der Jugendlichen zurück. Jetzt wollen die Ratinger auch auf Kreisebene mitmischen.

„Die Idee stammt von Jugendlichen aus dem gesamten Kreis“, berichtet Claus Köster, Sprecher des Ratinger Jugendrates. „Wir haben schon sehr früh beschlossen, dass wir dabei sein wollen.“

Nach vielen Gesprächen mit Vertretern der Jugendparlamente aus anderen Kreisstädten und Klinkenputzen bei den Kreistagsfraktionen entstand bereits eine Satzung, die am Montag im Kreistag abgesegnet wurde. Einer Gründung am 1. Juli steht nun nichts mehr im Weg. „Gewählt wird aber erst nach der Sommerpause“, kündigt Claus Köster an.

Bei zwei Themen wollen die Jugendliche besonders intensiv mitreden: Beim ÖPNV – hier geht es vornehmlich um Verbindungen zu den Schulen und den Nachtfahrplan –  und bei der Ausstattung des Berufskollegs.

Aus den Fraktionen gibt es bereits positive Resonanz. Thomas Küppers, Gruppensprecher der Piraten im Kreistag: „Durch den Kreisjugendrat können nun Jugendliche Ihre Wünsche direkt an den Kreis adressieren. Dies stärkt die Demokratie." Martina Köster-Flashar (Bündnis 90/Grüne) hofft, dass das Beispiel Schule macht. „Dies kann Vorbildcharakter für andere Kreise in NRW haben.“ Die Jugendlichen freuen sich darauf, ihre Zukunft demnächst auch auf Kreisebene mitgestalten zu können.