In allen Stadtteilen Ratinger Frauen feiern Weltgebetstag

Diesmal stammt die Liturgie aus Simbabwe. In allen Stadtteilen gibt es am Freitag ökumenische Gottesdienste.

 Mit diesem Plakat macht der Weltgebetstag der Frauen auf sich aufmerksam.

Mit diesem Plakat macht der Weltgebetstag der Frauen auf sich aufmerksam.

Foto: Weltgebetstag

(jün) Am Freitag, 6. März, findet wieder der ökumenische Weltgebetstag in 170 Ländern statt. Diesmal stammt die Liturgie aus Simbabwe. Frauen haben unter dem Thema aus dem Johannesevangelium „Steh auf und geh!“ einen recht zeitgemäßen Gedanken aufgegriffen. Die Aufforderung, sich von starrem, ausweglos erscheinenden Verhalten zu lösen und sich für Verbesserungen in verschiedenen Bereichen einzusetzen, trifft jeden von uns. Simbabwe ermutigt uns. Ein Land, das landschaftlich und kulturell einiges aufzuweisen hat, will uns Hoffnung machen.

Die Autorinnen des Weltgebetstags 2020 wissen wovon sie schreiben, denn ihre Situation in dem krisengeplagten Land im südlichen Afrika ist alles andere als gut. Überteuerte Lebensmittel, Benzinpreise in unermesslichen Höhen und steigende Inflation sind für sie Alltag und nur einige der Schwierigkeiten, die sie zu bewältigen haben. Noch heute sind Frauen benachteiligt. Oft werden sie nach dem Tod ihres Mannes von dessen Familie vertrieben, weil sie nach traditionellem Recht keinen Anspruch auf das Erbe haben, auch wenn die staatlichen Gesetze das mittlerweile vorsehen.

Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit in ihrem Engagement:so in Simbabwe, wo Mädchen und Frauen den Umgang mit sozialen Medien einüben, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Zusätzlich möchte der Weltgebetstag das hochverschuldete Simbabwe durch eine teilweise Entschuldung entlasten. Deshalb richtet sich der Weltgebetstag, zusammen mit seinen Mitgliedsorganisationen, dem Bündnis erlassjahr.de und anderen mit einer Unterschriftenaktion an die Bundesregierung. Das Geld soll Simbabwe stattdessen in Gesundheitsprogramme investieren, die der Bevölkerung zugute kommen. Unterschriften sind auf einer ausliegenden Unterschriftenliste möglich.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit mehr als 100 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Alleine in Deutschland werden am 6. März hunderttausende Menschen die Gottesdienste und Veranstaltungen besuchen.

Auch in Ratingen finden sich über 1200 Frauen und Männer zu den ökumenischen Gottesdiensten, die von den Katholischen Frauen Deutschalnd und der evangelischen Frauenhilfe veranstaltet werden, zusammen.

Die Gottesdienste in Ratingen finden in folgenden Kirchen statt: um 15 Uhr in St. Christophorus, Breitscheid. Die Frauen aus Kettwig und Mintard sind eingeladen den  Gottesdienst in St. Christophorus mitzufeiern.  Um 16.30 Uhr in der evangelischen Freikirche, Am Kaiserberg. Um 17 Uhr ist der Gottesdienst für die Innenstadtgemeinden in St. Suitbertus, um 17 Uhr in der evangelischen Kirche Lintorf, Konrad-Adenauer-Platz 9, um 17 Uhr in St. Bartholomäus im Gottesdienst im Pfarrsaal, um 17.30 Uhr in St. Jacobus d. Ä. in Homberg, um 18 Uhr in der evangelischen Versöhnungskirche, Maximilian Kolbe Platz.

Anschließend sind die Gottesdienstbesucher überall in den Gemeinderäumen zum Beisammensein
eingeladen.

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