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Ratinger Borussen verkaufen Fanartikel für guten Zweck

Statt Stadion : Borussia-Fanclub startet Benefizaktion

Nachdem 2020 fast alle Aktivitäten des Clubs ausfielen, wollen die Mitglieder jetzt im neuen Jahr einen guten Vorsatz umsetzen. Sie verkaufen Fanartikel für einen guten Zweck. Mit dem Erlös werden soziale Projekte unterstützt.

Das Jahr 2020 war für Fußballfans kein gutes Jahr. „Aufgrund der Corona-Beschränkungen haben wir alle Fanaktivitäten herunterfahren müssen“, bedauert Kay Strucks vom Fanclub Ratinger Borussen. Während die 24 Mitglieder des Clubs sonst bei Spielen gemeinsam mitfiebern oder live vor Ort im Stadion ihren Verein Borussia Dortmund (BVB) anfeuern, herrschte diesmal gähnende Leere im Terminkalender.

Bereits im Frühjahr füllten die Fußballfreunde die Leere, indem sie sich an einer Aktion des singenden Wirts Heinz Hülshoff beteiligten. Dieser versprach, pro Spende von sieben Euro Essen für die Ratinger Tafel zu kochen. Nachdem die Ausgabestelle coronabedingt schließen musste, gab es für Bedürftige aus Ratingen keine Möglichkeit der Lebensmittelversorgung mehr. Also kochte Hülshoff für sie. Die BVB-Fans unterstützten das Projekt.

Einmal auf den Geschmack gekommen, musste eine neue Herausforderung her. Und die sollte natürlich schwarz-gelb angehaucht sein. „Wir haben uns im Kreise der Mitglieder besprochen und uns schließlich darauf geeinigt, die  BVB-Stiftung „leuchte auf“ zu unterstützen“, so Strucks. Die im Jahr 2012 gegründete Stiftung setzt sich materiell, finanziell und ideell für soziale Einrichtungen und gemeinnützige Projekte ein.

Das Geld fließt dort unter anderem in sportliche Förderung von Kindern und Jugendlichen, Projekte wie SOS-Kinderdörfer, die Wohnungslosenhilfe, Kampagnen zur Gewinnung von Stammzellenspendern oder in Aktionen gegen Rechts. Der Name der Stiftung leitet sich übrigens aus dem Lied „Leuchte auf mein Stern Borussia“ ab, das jeder Fan auswendig kennt.

Der Zufall befeuerte schließlich die Idee. Ein Sportartikelhersteller stellte kostenlos Waren zur Verfügung, die die Mitglieder des Clubs jetzt in Eigenregie verkaufen. Der gesamte Erlös ist für einen wohltätigen Zweck bestimmt. „Jeder einzelne Euro soll an „leuchte auf“ übergeben werden“, so Strucks. Insgesamt hofft der Club auf rund 800 bis 900 Euro.

So warten jetzt Schals, Schlüsselanhänger, Tassen Grußkarten, Federmäppchen, Fahrradklingeln, Flaschenöffner  oder Badeenten in schwarz-gelbem Design auf neue Besitzer. Der Kaufpreis bewegt sich – je nach Artikel – zwischen 2,95 und 19,95 Euro. „Natürlich kann auch ohne Kauf gespendet werden“, hofft Strucks. Oder die Käufer runden einfach auf. Dafür bieten die Ratinger Borussen auch innerhalb der Stadtgrenzen einen Lieferservice an. Ab einem Spendenbeitrag von 15 Euro kommen die Mitglieder persönlich vorbei und überbringen den oder die Fanartikel.

Die Ratinger Borussen wollen so mit einem guten Vorsatz ins neue Jahr starten und dem Begriff der sportlichen Fairness Leben einhauchen. Bis wann genau die Aktion läuft, steht noch nicht fest. Noch sind einige Fanartikel zu haben. Wenn es nach Kay Strucks geht, soll in diesem Frühjahr ein Scheck an die Stiftung übergeben werden.

Auch wenn es Spaß macht, sich zu engagieren, hoffen die Ratinger Borussen doch, dass sie im kommenden Jahr wieder ins Stadion fahren können.