Ratingen: Wohngebäude in Ratingen sind laut LBS im Schnitt 46 Jahre alt

Immobilien in Ratingen : Im Trend liegen große Modernisierungen

Im Schnitt ist ein Wohnhaus im Kreis Mettmann 48 Jahre alt. Das haben Experten der LBS errechnet.

(RP) Ein Wohngebäude in Ratingen ist nach Angaben der LBS im Durchschnitt rund 46 Jahre alt – es stammt rechnerisch aus dem Jahr 1973. Im gesamten Kreis Mettmann liegt der Schnitt bei 48 Jahren. Zwar werden Immobilien von ihren Besitzern meist schon deshalb in gutem Zustand gehalten, um den Wert zu sichern. Aktuell sieht LBS-Gebietsleiter Bert Christoffel aber den besonderen Trend, dass auch größere Modernisierungen in Angriff genommen werden, die auf die Senkung des Energieverbrauchs zielen: „Je weniger Zinsen es auf den Spargroschen gibt, desto mehr investieren die Menschen in ihr eigenes Zuhause oder eine vermietete Wohnung. Sie senken langfristig ihre Betriebskosten und schaffen so einen zusätzlichen Baustein für ihre Altersvorsorge.“

Ein Fünftel der Selbstnutzer und fast ein Drittel der Vermieter sehen für ihre Immobilie derzeit hohen Modernisierungsbedarf. Das ergab die aktuelle Online-Umfrage, bei der über 2.000 Hausbesitzer in NRW befragt wurden. „An erster Stelle steht dabei der Wunsch nach einem komfortablen Bad, gefolgt von der Erneuerung von Fenster und Türen sowie der Heizung“, so Christoffel. Das sei in der Regel mit überschaubarem Aufwand umzusetzen.

Die Erfahrung des Immobilienexperten ist, dass aktuell das Interesse auch an größeren Maßnahmen steigt, wie zum Beispiel zur Dämmung des Gebäudes oder für einen barrierearmen Umbau. „Spargeld verliert derzeit täglich an Wert. Mit der sogenannten Dämmrendite habe ich gleich mehrere Anlagealternativen: Meine Betriebskosten sinken dauerhaft, und der Wert der Immobilie steigt genauso wie der Wohnkomfort“, so Christoffel. Auch die künftige Vermietbarkeit einer Wohnung lasse sich damit deutlich verbessern. Neben den günstigen Bauzinsen gibt es staatliche Förderprogramme für die Modernisierung. Aber: 30 Prozent der Eigentümer und sogar 58 Prozent der Vermieter empfinden die Anträge als zu umständlich. „Auf die Unterstützung verzichten sollte man dennoch nicht. Eine seriöse Finanzierungsberatung umfasst immer auch die Prüfung aller Zuschussmöglichkeiten“, so Christoffel.

Mehr von RP ONLINE