Ratingen: Wohnen und arbeiten an der alten Maschinenfabrik

Stadtplanung : Wohnen auf altem Fabrikgelände

Maschinenfabrik: mehr Wohnen, weniger Gewerbe auf dem Restgelände.

Nach dem Umbau der alten Maschinenfabrik und Einzug von Edeka  wird nun wie geplant die andere Hälfte des ehemaligen Fabrikgeländes in Angriff genommen. Wegen der Komplexität des Projektes hatte man im Jahre 2013 den Bebauungsplan aufgeteilt. Grob angepeilt waren für Teil 2 Büros, Gastronomie, nicht störendes Gewerbe und auch Wohnen. Doch angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt wollen die Stadtplaner nun den Hauptaugenmerk aufs Wohnen legen. Geplant sind unter anderem freistehende dreieinhalbgeschossige „Punkthäuser“ mit etwa 35 Wohneinheiten (WE). Dazu entstehe ein weiterer Wohnkomplex in überwiegend drei- bis viergeschossiger Bauweise, so die Verwaltung. Insgesamt  können in diesen Gebäuden etwa weitere 90 bis 100 Wohneinheiten realisiert werden.

Die Verwaltung will mit einem Städtebaulichen Vertrag sicherstellen, dass der Projektentwickler „mindestens 25 Prozent für den geförderten Wohnungsbau einplant“. Auch der Denkmalschutz kommt zum Zuge. Vor der geschützten Sheddachhalle soll in Verbindung mit dem ehemaligen Trafo-Gebäude ein „städtischer Kommunikationsbereich“ entstehen“, heißt es im Projektentwurf von Planungsteam  Wiemer.

Auf dem Gelände der ehemaligen Maschinenfabrik in Ost wird nun der zweite Bauabschnitt geplant. Foto: RP/Planungsbüro Wiemer

Im südlichen Bereich an der Oststraße, dort, wo schon jetzt geparkt werden kann, soll ein Quartierparkhaus entstehen, möglicherweise auch mit Gewerbeflächen oder auch besonderen Wohnformen wie beispielsweise ambulant betreutes Wohnen.

Wo jetzt schon Autos parken, soll ein Quartierparkhaus entstehen. Foto: RP/Joachim Preuss

Besonders die Anwohner dürfte interessieren, wie die Verwaltung  gedenkt, die zu erwartenden Fahrzeuge unterzubringen: in Tiefgaragen der jeweiligen Gebäudekomplexe. Per Vertrag soll der Projektentwickler verpflichtet werden, pro WE in Mehrfamilienhäusern zwei separate Stellplätze nachzuweisen. Für Sozialwohnungen oder besondere Wohnformen muss jeweils nur ein Stellplatz sein. Für alle gilt, dass für Besucher zusätzlich 20 Prozent Stellplätze entlang der neuen Stichstraße vorhanden sein müssen.

Weitere denkmalgeschützte Gebäude werden erhalten. Im Hintergrund ist Edeka Kels: Der Supermarkt ist in die alte Maschinenhalle eingezogen. Foto: RP/Joachim Preuss

Das Wohngebiet wird man nur  zu Fuß, mit dem Rad oder mit Blaulicht durchqueren können: Die Erschließung wird über zwei Stichstraßen, abzweigen von der Oststraße oder vom Beerenkothen, bewerkstelligt. Mit möglichst viel Grün am Boden und auf Dächern soll eine Aufheizung des Areals vermieden werden.

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