Grober Unfug Wer zahlt für den Austausch des blauen Wassers?

Ratingen · Mitte Juli hatten Unbekannte das Wasser im Marktbrunnen mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Die Verursacher sollen nun für den Wasseraustausch zahlen, meint die AfD Ratingen.

Einen Tag lang sprudelte das Wasser im Marktbrunnen blau.

Einen Tag lang sprudelte das Wasser im Marktbrunnen blau.

Foto: Achim Blazy (abz)

(RP) Die AfD in Ratingen begrüßt ausdrücklich das schnelle und entschlossene Handeln der Stadtverwaltung zur Beseitigung des blau gefärbten Brunnenwassers am Marktplatz im Juli dieses Jahres. Denn zu dem Zeitpunkt hätte eine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung nicht ausgeschlossen werden können.

Wie berichtet hatten Unbekannte eine verdächtige Substanz in den Marktbrunnen geschüttet, die das Wasser blau färbte. Die Verwaltung sah sich als Vorsichtsmaßnahme veranlasst, daraufhin das Wasser auszutauschen. „Das ist sowohl personal- als auch kostenintensiv“; so wird eine Stimme aus der Stadtspitze am 18. Juli in der Rheinischen Post zitiert.

Einen Tag später hatten sich der oder die Täter in einem Bekennerschreiben offenbart. Darin hieß es: „Es handelt sich hier um einen Geburtstagsgruß an einen Schalke-Fan, durchgeführt mit einer kleinen Portion blauer Lebensmittelfarbe. Also völlig ungefährlich. Ein Wasser-Austausch ist wirklich nicht nötig!“ Da hatte die Stadt das Wasser aber schon ausgetauscht.

In einer an den Bürgermeister adressierten öffentlichen Anfrage wünscht die AfD nun Auskunft darüber, ob und in welcher Höhe die Stadt einen Schadenersatz geltend macht.

Hierzu äußert sich der Fraktionsvorsitzende Bernd Ulrich: „Bei der Tat handelt es sich keineswegs um einen harmlosen Schabernack, sondern um groben Unfug, für dessen Konsequenzen der Verursacher zur Kasse gebeten werden sollte. Mit unserer Anfrage an die Verwaltung möchten wir Gewissheit erlangen, dass die Stadt und damit unsere Bürger nicht auf den entstandenen Kosten sitzenbleiben.“

Vielen Ratingern allerdings hatte das blaue Wasser im Marktbrunnen durchaus gut gefallen. Und das Geburtstagskind, so konnte die RP ermitteln, hat sich dennoch über das „Geschenk“ riesig gefreut.

(RP)
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