Ratingen: Weihnachtskonzert auf der Wasserburg

Haus zum Haus : Festliches Weihnachtskonzert in der Wasserburg

Klassisches und kurze Geschichten zum Schmunzeln – junge Talente gestalteten das Programm.

(RP) Acht junge Talente zwischen zehn und siebzehn Jahren gestalteten unter der Regie von Prof. Lisa Eisner-Smirnova, Leiterin des Hochbegabtenzentrums Schumann Junior in Düsseldorf, das Weihnachtskonzert der Kulturstiftung.

Die zehnjährige Hanako Schatz eröffnete den Reigen mit drei sehr unterschiedlichen Werken für Klavier von Bach, Chopin und Debussy mit großer Sicherheit und erstaunlicher Virtuosität. Nach Massenets berühmter „Meditation aus Thais, am Klavier begleitet von Tamara Elizbarashvili, interpretierte Maximilian Terziyski mit atemberaubender Rasanz das Violinen-Solo „Etude-Caprice“ von H. Wieniawski. Seine kleine Schwester Lea Marie fegte temperamentvoll und rhythmisch mit „Bartok in Irland“ über die Tasten, ihre eigene Komposition. Julia Diedrich trug eine Bearbeitung der Moldau hingebungsvoll und melodischen, wahrhaft fließenden Läufen vor.

Nachdem die Geigerin Susanna Marski, immerhin schon 15 Jahre alt, mit großer Sensibilität und musikalischer Feinheit die Romanze in G-Dur von Beethoven präsentiert hatte, setzte Philipp Frings mit seiner Klarinette einen modernen Akzent in das Programm. Die drei Sätze aus der Sonate von Poulenc gelangen ihm bravourös und er erntete dafür besonders stürmischen Applaus.

Mit „Un Sospiro“ aus Liszts Konzert-Etüden Nr. 3 stellte Philippe Gang, der schon vor einigen Jahren auf der Burg zu Gast war, seine enorme Weiterentwicklung unter Beweis und bewältigte meisterhaft dieses schwierige Werk mit den nicht enden wollenden Läufen.

Eingestreut zwischen die musikalischen Darbietungen waren kurze Geschichten rund um die Weihnachtszeit zu hören, gelesen vom Vorstand der Stiftung Christa Lambart und Alexander Otto.

Dabei gab es manches zu schmunzeln, aber auch besinnliche Momente im mucksmäuschenstillen Saal. Weihnachtlich endete der Abend mit Liedern von Peter Cornelius, gesungen von der siebzehnjährigen Charlotte Langner, die bereits in kleinen Rollen auf der Opernbühne steht. Mit „Laudamus te“ aus der C-moll Messe von Mozart setzte sie mit ihrem glockenreinen Mezzosopran einen festlichen Schlusspunkt. Eine gelungene Einstimmung zu den kommenden Feiertagen.