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Ratingen vergibt Jugendkulturpreis

Jugendkulturpreis in Ratingen vergeben : Von der Vielfalt des jüdischen Lebens

Die Verleihung des Jugendkulturpreises fand vor rund 70 Gästen im Lesecafé des Medienzentrums statt. Der Rat hatte den Beschluss gefasst, einen solchen Preis zu vergeben.

(RP) Um die kulturellen Angebote für Kinder und Jugendliche nach dem erfolgreichen Jugendkulturjahr weiter attraktiv gestalten zu können, hatte der Rat die Einführung eines Jugendkulturpreises beschlossen. Das Kulturamt hatte daraufhin im laufenden Schuljahr einen entsprechenden Wettbewerb mit dem Thema „Jüdisches Leben in der Gegenwart“ ausgerufen. Nun fand im Lesecafé des Medienzentrums die Preisverleihung statt.

Rund 70 Besucher waren gekommen, darunter natürlich die Gewinner mit ihren Familien, aber auch Vertreter der Parteien und des Kulturausschusses. Patrick Anders, Erster Beigeordneter und Kulturdezernent, begrüßte die Gäste, bevor die ukrainische Pianistin Violina Petrychenko mit Liedern aus ihrer Heimat die Veranstaltung musikalisch eröffnete.

Anschließend wurden die Preisträger ausgezeichnet. In der Kategorie „Einzelpersonen, bis 4 Personen“ wurden fünf Gewinner gekürt und deren Beiträge dem Publikum vorgestellt. Die Teilnehmer zwischen zehn und 18 Jahren erzählten mit Zeichnungen, Filmen, einem komponierten Song und einem Podcast sehr treffend, wie bunt und vielfältig das jüdische Leben in der Gegenwart ist. Anders überreichte den Preisträgern ihre Urkunden, Moderatorin Nele Ross ergründete in charmanten und kurzweiligen Interviews, wie die Mädchen und Jungen an die Gestaltung ihrer Beiträge herangegangen waren.

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Danach wurden zwei Beiträge in der Kategorie „Gruppen, ab 5 Personen“ ausgezeichnet. Hier stellte der Film „Toms Reise“, der auf dem zweiten Platz landete, jüdische Feiertage vor. Auf dem ersten Platz landete eine Gruppe von sieben Schülerinnen des Kopernikus-Gymnasiums. Sie hatten einen viertelstündigen Podcast erstellt und den Aspekt der Sicherheit des jüdischen Lebens in Deutschland beleuchtet. Auch sie erhielten ihre Urkunden und erläuterten im Interview ihre Motivation und Herangehensweise. Die Preisgelder bekamen alle Preisträger in den Tagen nach der Veranstaltung.

Von den Ratinger Schulen hatte sich vor allem das Kopernikus-Gymnasiums mit einigen Beiträgen am Wettbewerb beteiligt. Dessen Deutsch- und Geschichtslehrer Christoph Dymek hatte die Schüler zur Teilnahme motiviert. Im Interview mit Nele Ross begründete er dies damit, dass der Wettbewerb den richtigen Ansatz verfolgte.

So sollte man nicht nur das jüdische Leben in der Vergangenheit betrachten, das großem Leid ausgesetzt war, sondern den Blick auf das positive, vielfältige Leben der Juden richten.

Abschließend dankte Anders allen Teilnehmender und den anwesenden Gästen und verkündete, dass der Jugendkulturpreis im kommenden Schuljahr fortgesetzt wird. Das Thema und die Informationen dazu wird das Kulturamt zum Start des Schuljahres den weiterführenden Schulen präsentieren.

Die Pianistin Violina Petrychenko nahm die Gäste danach noch auf eine einfühlsame musikalische Reise und wurde mit großem Applaus verabschiedet.