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Ratingen und Heiligenhaus kontrollieren Einhaltung der Corona-Regeln

Kontrollen in Ratingen und Heiligenhaus : Corona-Kontrollen: Ordnungskräfte arbeiten am Limit

Sperrstunde, Verbot von Alkoholausschank, strengere Maskenpflicht – seit Donnerstag gelten neue Corona-Regeln. Doe Ordnungsämter der Städte sollen deren Einhaltung kontrollieren.

Seit Donnerstag gilt im gesamten Kreis Mettmann ein umfangreicher Katalog von Corona-Regeln. Dazu gehört zum einen die strengere Maskenpflicht beispielsweise auf Wochenmärkten. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sowie bei Sportveranstaltungen muss ab sofort auch auf Steh- und Sitzplätzen ein Schutz getragen werden – ebenso in Verwaltungsgebäuden. Außerdem werden öffentliche Veranstaltungen eingeschränkt. 

Die Gruppengröße für Zusammenkünfte mehrerer Personen im öffentlichen Raum wird auf fünf begrenzt. Diese Beschränkung gilt auch für die Gastronomie, Handel, Freizeit- und Vergnügungsstätten. Für Gaststätten gilt eine Sperrstunde von 0 bis 6 Uhr, der Verkauf von alkoholischen Getränken ist in dieser Zeit verboten. Die Kontrolle dieser Auflagen bringt die örtlichen Ordnungsämter an ihre Grenzen.

„Aufgrund des hohen Inzidenzwertes im Kreisgebiet (Stand heute: 70,23) und der seit am Donnerstag) gültigen Allgemeinverfügung des Kreises konzentrieren sich unsere Kräfte des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) natürlich auf die Einhaltung der darin beschriebenen Corona-Schutzmaßnahmen“, erklärt die Stadt Ratingen. 

„Schwerpunktmäßig werden die Einhaltung der Sperrstunde sowie Feiern im öffentlichen Raum überprüft, aber auch, ob die Quarantäne eingehalten wird. Bei der Vielzahl an Aufgaben sind die Ordnungskräfte voll ausgelastet und arbeiten am Limit. Um die Kapazitäten aufzustocken, werden kurzfristig in der Verwaltung innerorganisatorische Maßnahmen ergriffen“, heißt es bei der Stadt. 

Nach vier Tagen kann die Ordnungsbehörde noch keine Aussagen zu auffällig häufigen Verstößen irgendeiner Art treffen, aber: „Am Donnerstag auf dem Wochenmarkt hat der KOD die Maskenpflicht kontrolliert und musste dabei den ein oder anderen Passanten auf diese neue Vorschrift hinweisen.“ Die Ratinger kamen glimpflich davon: Es blieb beim Hinweis, Bußgelder wurden nicht verteilt. „Es ist es nicht Ziel der Verwaltung, durch Corona-Bußgelder das Stadtsäckel zu füllen“, so die Stadt Ratingen. „Es geht allein darum, durch geeignete Maßnahmen die Infektionszahlen zu senken.“

Ordnungsdezernent Harald Filip appelliert in diesem Zusammenhang an die Eigenverantwortung der Bürger: „Wir alle sind in dieser schwierigen Zeit gefordert und jeder von uns trägt eine hohe individuelle Verantwortung. Wir alle können durch unser Verhalten dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.“

Auch Kerstin Ringel, Leiterin des Ordnungsamtes in Heiligenhaus, bekräftigt: „Die Ordnungsbehörde ist wie vermutlich alle Ordnungsbehörden derzeit gut ausgelastet.“ Inzwischen ist das Team eingespielt: „Im Einsatz sind grundsätzlich die drei Mitarbeiter der StadtWacht und zwei weitere Außendienstmitarbeiter der Ordnungsbehörde. Die Kolleginnen und Kollegen des Innendienstes arbeiten je nach Einsatzlage eng mit dem Jugendamt und dem Schulamt zusammen, da zum Teil Kindertagesstätten und Schulen von Quarantänefällen betroffen sind“, so Ringel.

Die Auflagen nach den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung haben die Ordnungsbehörden bereits seit Ausbruch der Pandemie überwacht. Ringel: „Während der ersten Welle wurde die Stadt Heiligenhaus hervorragend von Kolleginnen und Kollegen des Rathauses und fast rund um die Uhr vom THW unterstützt. Der Kreis Mettmann arbeitet hier mit den Ordnungsbehörden ebenfalls Hand in Hand.“

Verstöße ahndete das Amt bisher nur selten: „Die Heiligenhauser halten sich seit dem Ausbruch der Pandemielage im Frühjahr sehr vorbildlich an die Vorgaben der Landesregierung. Verstöße sind sehr selten festzustellen“, lobt Ringel.