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Ratingen: Toter und Verletzte wegen Kohlenmonoxid - Großeinsatz

Haus bei Großeinsatz evakuiert : Ein Toter und mehrere Verletzte wegen Kohlenmonoxid in Ratingen

Nach einem Zwischenfall mit Kohlenmonoxid in Ratingen ist ein 57-jähriger Mann in einem Mehrfamilienhaus tot aufgefunden worden. Außerdem wurden mehrere Menschen verletzt.

Drei Anwohner wurden am Donnerstagabend gegen 19.30 Uhr mit Verdacht auf eine Kohlenmonoxidvergiftung ins Krankenhaus gebracht, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Fünf Einsatzkräfte seien zudem durch das Einatmen relativ hoher CO-Konzentrationen leicht verletzt worden.

Eine Anruferin hatte die Feuerwehr gerufen, nachdem sie ihren 57 Jahre alten Bruder leblos gefunden hatte. Im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses an der Kaiserswerther Straße in Ratingen-Mitte schlugen plötzlich die CO-Messgeräte der Rettungsdienstler Alarm, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Kurz darauf wurde das gesamte Haus evakuiert. Die Gaszufuhr war nach Angaben der Feuerwehr nach dem Alarm sofort abgesperrt worden. Da alle Räume des Gebäudes eine zu hohe CO-Konzentration aufwiesen, wurden sie demnach intensiv maschinell belüftet.

Die Ursache für den hohen CO-Wert ist nach Angaben der Ermittler noch unklar. Besucher, die sich am Donnerstag in einer im Haus befindlichen Praxis aufgehalten hatten, würden vorsorglich über den Einsatz und die Umstände informiert. Von einer akuten Gefahr werde aber nicht ausgegangen. Ob der Mann an einer Kohlenmonoxidvergiftung starb, ist nach Angaben der Polizei noch unklar.

Kohlenstoffmonoxid ist ein geruch-, geschmacks- und farbloses Gas. Es ist nahezu gleich schwer wie die Umgebungsluft. Es entsteht oft als Reaktionsprodukt bei einer unvollständigen Verbrennung. Das Gas reichert sich im Blut an und hat einen Sauerstoffmangel zur Folge.

Die innerörtliche Kaiserswerther Straße zwischen Suitbertusstraße und Hauser Ring war während des Einsatzes für mehrere Stunden gesperrt. Es kam zu geringen Verkehrsstörungen.

(mba/dpa)