Ratingen. reaktionen auf "Fridays for future"

Ratingen/Heiligenhaus: Streit um Teilnahme an Demo in Düsseldorf

(köh) Vor der für heute in Düsseldorf geplanten Großdemonstration der Schüler-Aktion für den Klimaschutz (Fridays for future) zeigt sich: Schulen gehen sehr unterschiedlich mit dem Thema um.

Beispiel eins: Adam-Josef-Cüppers-Kolleg. Am Ratinger Berufskolleg machte sich Jan-Niklas Niebisch für eine Soildaritätsaktion stark. Gemeinsam mit Joanne Kartheuser trug der Schüler des Informationstechnischen Gymnasiums gut 280 Unterschriften zusammen. Ziel war, nach Niebischs Darstellung, „eine pädagogische Exkursion“ von Schülern nach Düsseldorf. Zu der wird es nicht kommen, weil die Schulleitung sich „gegen alle Vorschläge quergestellt“ habe. In einem zweiten Gespräch am Mittwoch habe die Schulleitung mitgeteilt, dass sie Schüler für die Freitagsdemonstration nicht freistellen dürfe. Rückenwind bekamen die Ratinger vom Düsseldorfer Mitorganisator der Demonstration, Lukas Mielczarek: „Es hätte sicher kreativere Möglichkeiten des Umgangs mit dem Thema gegeben.“ Gedacht ist am Cüppers-Kolleg nach Niebischs Angaben nun an einen Projekttag, der – unabhängig von den Demonstrationen – Klimaschutz und Umweltschutz in den Fokus rücken könnte. Schulleiterin Heidi Abbenhaus lehnte auf Anfrage jeden Kommentar zu Verlauf und Ergebnis der Gespräche zum Thema ab.

Beispiel zwei: Völlig anders geht man an der Heiligenhauser Realschule damit um. „Als Unesco-Schule findet die Bewegung Fridays for future natürlich unser besonderes Interesse“, teilt Schulleiterin Sonia Cohen mit. In der Jahrgangsstufe 9 wird im Erdkundeunterricht die Einheit „Klima, Klimawandel und Klimaschutz“ behandelt. Daher werde eine größere Gruppe von Neuntklässlern an der Demonstration in Düsseldorf teilnehmen. Die Bedingungen, die eine Teilnahme ermöglichen, seien mit dem Schulministerium vorab geklärt worden.

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