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Ratingen: Neujahrskonzert der Musikschüler

Ratingen: Zweieinhalb Stunden umjubeltes Programm : Neujahrskonzert vor begeisterten Zuhörern

Im Stadttheater spielten Ensembles der Musikschule ganz groß auf. Und bewiesen: Junge Musiker können auch Karneval.

Voll besetzte Reihen gab es im Stadttheater beim Neujahrskonzert. Musikschulleiter Paul Sevenich begrüßte die vielen erwartungsvollen Zuhörer. Drei jugendliche Ensembles sorgten in den folgenden zweieinhalb Stunden für anspruchsvolle, unterhaltsame und heitere Musik vom Allerfeinsten.

Ralf Meiers spielte zunächst mit seinem Bläservororchester das Stück:„Promenade“ des Komponisten Brian Connery. Es stellt einen Sonntag-Nachmittags-Spaziergang musikalisch dar. Es folgten Themen aus den weltberühmten Harry-Potter-Filmen die vom Großmeister John Williams (Star Wars, E. T. und viele andere Filme) komponiert wurden. Lady Gagas beliebter Hit „.Just Dance“ hatte enorme Strahlkraft, ebenso die Gesichter der jungen Blasmusiker, die sichtlich erleichtert, da fehlerlos, freudig den jubelnden Applaus über sich ergehen ließen.

Sämtliche Musiknummern wurden durch eine Video-Performance im Hintergrund zusätzlich bereichert. Für die Idee und Durchführung war Jörg Tewes verantwortlich. Manchmal wirkte die Installation jedoch etwas zu unruhig und lenkte damit ein Stück vom eigentlichen Geschehen auf der Bühne ab.

„SchlagFertig“ nennt sich das zweite Ensemble, dass dieses Konzert enorm bereicherte. Während die sechs Musiker mit ihrem Leiter Benjamin Leuschner die zum Teil gewaltigen Instrumente wie Marimbaphon, Xylophon, Vibraphon, Konzertglockenspiel, Röhrenglocken,

Tam-Tam, Gong, Bongos, Congas, diverse Trommeln und Becken und natürlich das bekannteste Schlagzeuger -Utensil das „Drum Set“ auf die Bühne bugsierten, erzählte Schulleiter Paul Sevenich einige heitere Episoden und „Dönekes“ aus dem Schulalltag.

Dann begannen die Schlagzeuger mit der Filmmusik „Game Of Thrones“ des Deutsch-Iraners Ramin Djawadi. Sicherlich hatten viele im Publikum diese geballte Schlagwerkmusik noch nie gehört. Hatte sich doch das im vorigen Jahrhundert entstandene „Orffsche Schulwerk“ zu einer gewaltigen Schlagwerkmusik entwickelt. Man war begeistert. Auch das folgende Stück „Baya Baya des Safri Duos Uffe Savery und Morten Friis begeisterte immer mehr. Ein Solo, gespielt am Marimbaphon von Kilian Enzweiler mit dem Titel „Grand Generalife“, sorgte für tosenden Applaus. Mit dem Stück „Ain´t Nobody (Laves Me Better)“ verabschiedetet sich Benjamin Leuschner mit seinen Jungs vom applaudierenden Publikum.

Nach der Pause bevölkerte das große Jugendblasorchester mit knapp 60 Musikern die Bühne. Sevenich, wie seine Musiker schwarz-rot gekleidet, begann mit einer sinfonischen Blasmusik „Anthem for Winds and Percussion“. Diese Hymne ließ gleich die gewaltige, aber äußerst präzise Klangvielfalt, Tonkultur und Grundstimmung dieses Ensembles erkennen.

Filmmusiken aus den Erfolgsfilmen „James Bond“ (gerührt, nicht geschüttelt) taten ihr Übriges um die Begeisterung beim Publikum noch zu steigern.

Riesiger Beifall zum Schluss, Blumen und eine Zugabe, die zeigte: Das Jugendblasorchester kann auch Karneval.