Aktion des Nabu Vögel in meinem Garten – jetzt wird gezählt

Ratingen · Für den Zeitraum vom 12. bis 14. Mai ruft der Nabu wieder zum „Tag der Gartenvögel“ auf. Jeder kann mitmachen und eine Stunde mitzählen.

Die Vögel in meinem Garten – jetzt wird gezählt
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Die Vögel in meinem Garten – jetzt wird gezählt

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Foto: dpa/Tina Dettmar

Sie zwitschern, suchen einen Partner und bauen Nester – die heimische Vogelwelt hat den Frühling schon angekündigt. Passend dazu ruft der NABU wieder gemeinsam mit dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) und der Naturschutzjugend NAJU zur „Stunde der Gartenvögel“ auf.

Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei Preise gewinnen – all das vereint die „Stunde der Gartenvögel“. Jedes Jahr am zweiten Maiwochenende sind alle Naturliebhaber, auch die in Ratingen, aufgerufen, Vögel zu notieren und zu melden. Die nunmehr 19. Auflage der Aktion findet vom 12. bis 14. Mai  statt. Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion, die „Stunde der Gartenvögel“, steht bevor. Jetzt heißt es wieder: Vögel im Garten, in Parks oder vom Balkon aus beobachten und dem NABU melden. Die Zählungen helfen dabei, Trends zu verfolgen.

Je mehr Menschen mitmachen, desto besser können die Experten den Zustand der Vogelpopulationen  in den Siedlungen einschätzen. Denn die Beobachtungen helfen dabei, Entwicklungen bei den Beständen über die Jahre hinweg zu verfolgen und wissenschaftlich auszuwerten. Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte.

Doch welche Vögel sind überhaupt in den heimischen Gärten zu finden? In meinem Garten im Ratinger Osten lassen sich übers Jahr eine ganze Reihe von unterschiedlichen Vögeln sehen (siehe Fotos). Manche sind regelmäßig zu Gast wie Kohl- und Blaumeise, Spatz, Rotkehlchen, Amsel, Buchfink, Buntspecht und Kleiber. Andere wie die Schwanz- und Haubenmeise, der Stieglitz und der Dompfaff sind seltener zu sehen. Neuester Zugang ist übrigens der Kernbeißer, der sich am vergangenen Wochenende am Futterhaus bediente. Wer sich von all denen in der Zeit vom 12. bis 14. Mai blicken lässt, bleibt allerdings abzuwarten. Kohl- und Blaumeisen sind auf jeden Fall da, auf die ist immer Verlass.

Auch wer wenig über Vögel weiß, kann an der Aktion teilnehmen. Die Zählhilfe erleichtert das Erkennen der Vögel. Außerdem gibt es eine kostenlose App, die „NABU-Vogelwelt“, die beim Identifizieren hilft. Die Zählhilfe erleichtert die Erfassung der Vögel. Der Bogen bildet die häufigsten Gartenvögel ab und bietet die Möglichkeit zum Ankreuzen der beobachteten Vögel. Er hilft dabei, Doppelzählungen zu vermeiden, indem jeweils nur die höchste Anzahl der Vögel einer Art innerhalb der Beobachtungsstunde notiert wird.

Ein Vogelkundler bestimmt nach einem Buch Vogelarten wie Nachtigall, Rotkehlchen und Mönchsgrasmücke.

Ein Vogelkundler bestimmt nach einem Buch Vogelarten wie Nachtigall, Rotkehlchen und Mönchsgrasmücke.

Foto: dpa/Tina Dettmar
 Die Blaumeise ist leicht an ihrer blauen Kappe zu erkennen.

Die Blaumeise ist leicht an ihrer blauen Kappe zu erkennen.

Foto: dpa/Patrick Pleul
 Der Spatz hat sich in den Gärten rar gemacht.

Der Spatz hat sich in den Gärten rar gemacht.

Foto: RP/Nabu/Hans-Martin Kochanek
 Wer hämmert denn da? In diesem Fall der Buntspecht.

Wer hämmert denn da? In diesem Fall der Buntspecht.

Foto: dpa
 Eine männliche Mönchsgrasmücke, Weibchen haben eine rötliche Kappe.

Eine männliche Mönchsgrasmücke, Weibchen haben eine rötliche Kappe.

Foto: dpa WILDLIFE/M.Varesvuo
Die Amsel ist das ganze Jahr über in den Gärten heimisch.

Die Amsel ist das ganze Jahr über in den Gärten heimisch.

Foto: Nabu/Eleonore Swierczyna
 Das Rotkehlchen tritt alleine auf und verteidigt sein Revier.

Das Rotkehlchen tritt alleine auf und verteidigt sein Revier.

Foto: dpa/Julian Stratenschulte
 Die Kohlmeise ist ein häufiger Gast im Garten.

Die Kohlmeise ist ein häufiger Gast im Garten.

Foto: dpa/Patrick Pleul
 Der farbenfrohe Stieglitz tritt häufig in Schwärmen auf.

Der farbenfrohe Stieglitz tritt häufig in Schwärmen auf.

Foto: dpa/Arne Dedert
 Die Haubenmeise ist an ihrer kecken „Frisur“ zu erkennen.

Die Haubenmeise ist an ihrer kecken „Frisur“ zu erkennen.

Foto: NABU
Der Eichelhäher zählt zu den großen Gartenvögeln.

Der Eichelhäher zählt zu den großen Gartenvögeln.

Foto: dpa/Patrick Pleul
 Der Kleiber läuft schon mal gern kopfüber den Baumstamm hinunter.

Der Kleiber läuft schon mal gern kopfüber den Baumstamm hinunter.

Foto: dpa-tmn/Deutsche Wildtier Stiftung/T.mar
Buchfinken sind oft als Pärchen unterwegs.

Buchfinken sind oft als Pärchen unterwegs.

Foto: dpa
Das Dompfaff-Männchen hat eine leuchtend rote Brust.

Das Dompfaff-Männchen hat eine leuchtend rote Brust.

Foto: Hans-Martin Kochanek
Der Kernbeißer hat einen auffälligen Schnabel.

Der Kernbeißer hat einen auffälligen Schnabel.

Foto: RP/Nabu/Hans-Martin Kochanek
 Schwanzmeise

Schwanzmeise

Foto: nabu / Günter Stoller

Die Beobachtungen können am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden, aber auch per Post oder Telefon – kostenlose Rufnummer am 13. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115. Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-Vogelwelt-App, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt. Meldeschluss ist der 22. Mai.

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