Ratingen: Laut Studie ist eine eigene Immobilie günstiger als die Miete

Immobilien : Preiswerter wohnen im Eigenheim

Laut einer Studie ist eine eigene Immobilie günstiger als die Miete. Das gilt auch für den Kreis Mettmann.

(JoPr) Der Kauf einer Immobilie ist auf lange Sicht immer noch günstiger als ein Mietverhältnis. Doch im Kreis Mettmann wird im Vergleich zu anderen Regionen in NRW und Deutschlands  zu wenig gebaut. Die Preise steigen weiter rasant an, aber immer noch lohne es sich langfristig, eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen anstatt zu mieten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Auftrag der Sparda-Bank erstellt wurde. Sie enthält auch Zahlen für den Kreis Mettmann.

Laut der Studie ist es im Kreis Mettmann mit Städten wie Velbert, Ratingen und Mettmann genau 32 Prozent günstiger, eine Immobilie zu kaufen als sie zu mieten. Damit liegt dieser Landkreis allerdings hinter dem landesweiten Durchschnitt von NRW, wo der Kostenvorteil von Käufern im Vergleich zu Mietern 35 Prozent beträgt, und auch knapp hinter dem bundesweiten Durchschnitt von 33 Prozent.

Wer sich diesen Traum verwirklicht hat, ist mit seiner Wohnsituation deutlich häufiger zufrieden (60 Prozent) als Mieter (24 Prozent). In Metropolen wie zum Beispiel Düsseldorf ist es nach wie vor schwierig, eine geeignete Immobilie zu annehmbaren Preisen zu finden. Das hohe Preisniveau strahlt längst ins Umland aus und lässt auch dort die Preise steigen.

Der Landkreis Mettmann mit seinen über 485.000 Einwohnern hat sich mit einer 35-prozentigen Preissteigerung bei Wohnimmobilien seit 2005 deutlich nach oben entwickelt. Unter den insgesamt 401 bewerteten Städten und Landkreisen in Deutschland nimmt dieser Landkreis damit Rang 197 ein. Bundesweit sind die Kaufpreise in diesem Zeitraum um 54 Prozent gestiegen, landesweit um 31 Prozent, in Düsseldorf um 78 Prozent, in Essen dagegen nur um 18 Prozent.

Bei den Kaufpreisen liegt der Kreis Mettmann im oberen Bereich: 5,7 Jahresnettogehälter sind im Schnitt nötig, um sich diesen Traum zu erfüllen. Das ist deutlich mehr als im gesamten Land NRW, wo im Schnitt 4,9 Jahresnettogehälter aufgewendet werden (Düsseldorf 8,1 Jahresnettogehälter, Essen 4,8 Jahresnettogehälter) und auch mehr als bundesweit (im Schnitt 5,6 Jahresgehälter).

Hoch ist im Kreis Mettmann auch der Quadratmeterpreis von 2.739 Euro für Wohneigentum. Im Bundesdurchschnitt müssen 2.379 Euro aufgewendet werden, in NRW 2.053 Euro. Mieter im Kreis Mettmann zahlen im Schnitt 7,52 Euro pro Quadratmeter und Monat, das liegt deutlich über dem NRW-Durchschnitt von 6,92 Euro und auch über dem bundesweiten Niveau, wo im Schnitt 7,50 Euro pro Quadratmeter Miete zu zahlen sind.

 Bundesweit gelten Immobilien für 264.000 Euro als erschwinglich. Im Landkreis Mettmann bekommen Immobilienkäufer dafür 96 Quadratmeter Wohnfläche und damit sehr viel weniger als im Durchschnitt in Nordrhein-Westfalen (129 Quadratmeter).

Trotzdem wird das Umland der Landeshauptstadt immer attraktiver für  Häuslebauer: 11 Prozent aller Mieter im Alter zwischen 16 und 50 Jahren planen in den nächsten zwei bis drei Jahren, eine Immobilie zu kaufen. Weitere 20 Prozent haben das zumindest zu einem späteren Zeitpunkt vor. Für 73 Prozent der Befragten ist Wohneigentum ein wichtiger Beitrag zur Altersvorsorge – und für 69 Prozent ein Schutz vor Mieterhöhungen.

Allerdings zeigen die Zahlen der Sparda-Studie 2019 besonders für den Westen Deutschlands, dass generell wenig neuer privater Wohnraum entsteht. Das gilt insbesondere auch für den Kreis Mettmann: Mit 5,2 Baugenehmigungen je 1.000 Bestandswohnungen liegt der Kreis sehr deutlich unter dem Durchschnitt von NRW mit 6,2 Baugenehmigungen je 1.000 Bestandswohnungen (bundesweit 7,6 Baugenehmigungen je 1.000 Bestandswohnungen). Bei den Wohnungsneubauten sieht es ähnlich aus: Auch hier liegt der Kreis weit unter dem Landes- und (undesdurchschnitt. Es herrscht ein großer Bedarf an kleineren Wohnungen sowie an Wohnraum für junge Familien.

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