Ratingen: Kritik an der Sprach-App der Sparkasse HRV

Sparkasse: Kritik an der neuen App der Sparkasse

„Die Sparkasse liefert ihre Kunden an Google aus“, so Gabi Evers, Vorsitzende der Volkssolidarität Ratingen e.V.

(JoPr) Der „Lobgesang“ der Sparkasse HRV auf das neue Online-Banking per Sprachassistent wird von der Volkssolidarität Ratingen nicht geteilt. „Die Sparkasse liefert ihre Kunden an Google aus“, so Gabi Evers, Vorsitzende der Volkssolidarität Ratingen. Alles, was man zum Nutzen der Sprachassistenz benötige, müsse bei Google heruntergeladen werden. Nach dem gerade aufgedeckten Datenklau bei Politikern und Prominenten sei der Verweis auf die eingebaute Sicherheitsstufe keine Beruhigung.

Auch verweist Evers auf die vielen Menschen in West mit Migrationshintergrund. „Wir haben erfahren, dass es technisch nicht möglich ist, den Sprachassistenten in einer anderen Sprache als deutsch anzubieten. Aber in Ratingen wohnen unter anderem viele Menschen aus der ehemaligen UdSSR und aus arabischen Ländern.“ Diese seien zum großen Teil „von dem neuen Angebot ausgeschlossen“, so Evers weiter. Der Hinweis, das neue Angebot sei auch gerade für Menschen eine nützliche Hilfe, die in ihrer Gesundheit eingeschränkt sind, stimme nicht so ganz: „Eventuell gibt es auch Menschen, die unter einer sogenannten Sprech- und/oder Sprachstörung leiden. Und gerade beim Umgang mit einem Sprachassistenten in einem so sensiblen Bereich dürfte eine klare Aussprache wichtig sein.“

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Es trete das ein, wovor die Gegner der Filialschließung immer gewarnt hätten: „Für die Kunden wird es nur Verschlechterungen geben und obendrein müssen sie sich noch intensiver um die Sicherung ihres PC etc. kümmern. Und ganz dringend die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Sparkasse H-R-V lesen, was da zur Sprachsteuerung steht“, erklärt Evers abschließend.

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