1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen

Ratingen: Kita beteiligt sich am Kürbiswettbewerb

Kreisweiter Wettbewerb : Jetzt fehlt nur noch der echte Kürbis

Die Heilpädagogische Kindertagesstätte in Ratingen West nimmt erneut am kreisweiten Wettbewerb „Vom Kompost zum Kürbis“ teil. In den Sommerferien gab’s ein kleines Missgeschick. Doch das hält die Gärtner nicht auf.

Der Gärtnertrupp in der Heilpädagigischen Kindertagesstätte in Ratingen West ist geschrumpft, seitdem wir die Einrichtung Mitte Juni zum ersten Mal im Rahmen des kreisweiten Kürbiswettbewerbs besucht haben. Das liegt aber nicht an mangelndem Interesse, sondern daran, dass ein Teil der Kinder nach den Sommerferien in die Schule gewechselt ist. Am Donnerstag kümmerten sich drei-Kita Kinder gemeinsam mit Erzieherin Christine Würfel um die Kürbispflanzen im Hochbeet im Innenhof der Einrichtung.

Der Optimismus von Kindern und Personal ist auch nach den zweiwöchigen Ferien der Einrichtung ungebrochen. Obwohl in ihrer Abwesenheit ein kleines Missgeschick passiert ist. Der Hausmeister, der für diese Zeit die Kürbispflege übernommen hat, hatte es beim Gießen ein wenig zu gut gemeint. „Die Pflanzen haben überlebt, aber einen Kürbis haben wir nicht“, sagt Christine Würfel. Doch sie ist überzeugt, dass es damit bis zum Herbst noch klappen kann. Denn die Pflanzen zeigen nun weitere Blütenansätze.

Das liegt wohl auch an der liebevollen Pflege, die die Kinder und Christine Würfel den Pflanzen zukommen lassen. Täglich werden die Blätter sauber gewischt, damit die Pflanzen besser atmen können. Jetzt, so ist sich Würfel sicher, legen sich die Kürbispflanzen so richtig ins Zeug. „Ihnen hat nur die Liebe gefehlt“.

  • Marie und Antonia (beide zwei Jahre
    Kitas im Kreis Mettmann : Auf dem Weg zum schwersten Kürbis
  • Marie und Antonia (beide zwei Jahre
    Kitas in Hilden und Haan : Auf dem Weg zum schwersten Kürbis
  • SPD Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese
    Griese auf Tour : Kerstin Griese will Sprach-Kita-Modell erhalten

Die Einrichtung am Scheifenkamp nimmt schon seit Beginn an teil an einem Wettbewerb des Kreises Mettmann. Vom Kompost zum Kürbis heißt der und wird alle zwei Jahre ausgerichtet. Beatrice Waldapfel, die Abfallberaterin des Kreises und Organisatorin des Projekts, hat Anfang des Jahres 300 Einrichtungen angeschrieben, 93 Schulen, Kitas und Angebote des offenen Ganztages sind jetzt dabei, so wie die Heilpädagogische Kita auch. „Von uns gab es dann eine Broschüre, Kürbissamen und Kompost aus der Ratinger Anlage“, sagt Waldapfel.

„Wir wollen mit dem Ganzen die Verbreitung der Biotonne fördern“, sagt Beatrice Waldapfel vom Kreis. Auch die eigene Kompostierung zu Hause sei eine einfache und sinnvolle Verwertung von beispielsweise Essensresten. Die Kinder sollen die Ideen aus den Kindertagesstätten mit in die Familien tragen. Als Multiplikatoren.

Für die Heilpädagogische Kindertagesstätte ist der Kürbiswettbewerb zudem ein zusätzlicher Baustein beim Gärtnern. Zwei hauseigene Apfelbäume liefern Obst und gleichzeitig Anschauungsmaterial für die kleine Forscherstation im Innenhof. Im Hochbeet, so Christine Würfel, wurden schon unterschiedlichste Gemüsepflanzen und auch Kartoffeln angebaut. Und Gärtner heißt nicht nur gießen, sondern auch sauber machen. Neben großen Besen für das Kita-Personal stehen auch kleinere für die Kinder bereit. Die sind für die Sauberkeit im Innenhof.

Die kleinen Nachwuchsgärtner, die bis Mitte September den größten Kürbis im Kreis Mettmann gezüchtet haben, erhalten einen Preis. Dann nämlich wird in den teilnehmenden Einrichtungen gewogen. Das höchste Gewicht, das ein Kürbis in den vergangenen Jahren auf die Waage gebracht hat, waren stolze 38 Kilogramm.

So viel werden es am Scheifenkamp nach dem Missgeschick während der Ferien wohl nicht mehr werden. Aber fünf Kilo könnte ein Kürbis jetzt noch schaffen, meint Würfel. Der soll dann beim Herbstfest mit den Eltern zu Kürbissuppe für alle verarbeitet werden. „Und sollten wir wirklich keinen Kürbis ernten können, dann kaufen wir halt einen“, sagt Christine Würfel ganz pragmatisch. Kürbissuppe gibt es auf jeden Fall.

So ganz stimmt es ja übrigens nicht, dass noch kein Kürbis zu sehen ist. Christine Würfel hat eigens einen gebastelt, damit das Hochbeet nicht so ganz schmucklos aussieht. Essen kann man den zwar nicht, dafür sieht er täuschend echt aus. Doch die Kinder kann sie damit nicht täuschen. Die haben schnell erkannt, dass hier über Nacht kein Kürbis gewachsen sein kann. Und ein Blick unter die Papierhülle zeigt es dann auch: Der vermeintliche Kürbis ist ein Ball.

Sollte in der nächsten Zeit dann doch ein echter Kürbis wachsen, steht schon unsere nächste Einladung. Schließlich wollen wir den Wettbewerb vom Kompost zum Kürbis in der Kita auch bis zum Ende begleiten.