Ratinger Jugendrat Ein Lernpfad für Kinderrechte

Ratingen · Der Ratinger Jugendrat bringt in seiner vierten Sitzung mehrere Projekte auf den Weg. Nicht immer dreht es sich ausschließlich um junge Ratinger.

 Der Ratinger Jugendrat setzt sich auch für Themen des Allgemeinwohls ein.

Der Ratinger Jugendrat setzt sich auch für Themen des Allgemeinwohls ein.

Foto: Achim Blazy (abz)

Ob Kinderpartizipation, Sporthallen, Sportfreianlagen oder Laienreanimation: Kaum ein Thema geht am Ratinger Jugendrat vorbei. In seiner vierten Sitzung hat der Jugendrat nicht nur einen Trimm-dich-Pfad für den beliebten Spazier-, Wander- und Fahrradweg am Stinkesberg auf den Weg gebracht, sondern auch einen Lernpfad für Kinderrechte.

So stellte der Jugendrat schon vor mehr als einem Jahr die Notwendigkeit stärkerer Kinderpartizipation in Ratingen fest. Kinder sollen, wo es sie betrifft, in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Grundlage für Partizipation ist es zu wissen, welche Rechte und Möglichkeiten einem zustehen. „Der Lernpfad für Kinderrechte ist eine kindgerechte Möglichkeit, dieses Wissen spielerisch und lebensraumnah sichtbar zu machen“, so Konstantin Westhoff.

Lebensraumnah ist auch der Wanderweg am Stinkesberg. Vor einiger Zeit wurde eine dort installierte Sportfreianlage zurückgebaut. Aus Sicht des Jugendrates völlig unverständlich. Insbesondere durch die zurückliegende Corona-Pandemie erreicht der nicht-vereinsgebundene Sport neue Höhen. Die Sportfreianlagen seien nicht nur unter Jugendlichen stark gefragt und müssen unbedingt unterstützt werden. Der Jugendrat fordert nun, am Stinkesberg eine neue Sportfreianlage zu errichten.

Im Hinblick auf die Woche der Wiederbelebung, 16. bis 22. September, kommt auch der passende Antrag des Jugendrates in keiner Weise zu spät. „Es ist nötig, dass Schülerinnen und Schüler lernen, in einer Ausnahmesituation selbstbewusst Wiederbelebungsmaßnahmen anzuwenden“, kommentiert Alexander Hahnen, über den Antrag des Jugendrates die Ratinger Schulen für das Projekt „Prüfen – Rufen – Drücken“ zu sensibilisieren. Die Begründung des Antrages ist simpel: Kinder und Jugendliche können bereits ab dem Alter von zehn bis zwölf Jahren eine effektive Laienreanimation durchführen und so Leben retten. Wichtig sei die richtige Ausbildung von Schülern in Erster Hilfe und Wiederbelebungsmaßnahmen. In NRW sind mehr als 750 Schulen Teil des Programms und bieten verschiedenste Angebote inner- und außerhalb des Unterrichts an.

Zudem stellte sich der neue Kinder- und Jugendbeauftragte Dylan Hart den Jugendlichen erstmalig vor. Die Stelle war knapp 16 Monate unbesetzt. „Mit unserem neuen Kinder- und Jugendbeauftragten an der Seite erhalten wir wichtige Unterstützung aus der Verwaltung. Dylans Begleitung spornt uns an, weiter für die Jugendlichen in Ratingen Einsatz zu zeigen!", freut sich Kelly Diêp.

(RP)