Ratingen: Im Bezirksausschuss Mitte wurden vier Wohnprojekte vorgestellt.

Wohnen : Essener Genossen schaffen neuen Wohnraum

Im Bezirksausschuss Mitte wurden neue Wohnprojekte vorgestellt. Die Brache am Europaring/Bechemer Straße wird endlich bebaut.

Das Thema bezahlbarer Wohnraum ist mittlerweile in den Gremien ein ständiges Thema. Im jüngsten Bezirksausschuss Mitte wurden zwei konkrete Vorhaben vorgestellt, die in der Innenstadt insgesamt 83 neue und wohl auch bezahlbare Wohnungen schaffen werden. Gerold Fahr (CDU) und Christian Wiglow (SPD) begrüßten die beiden Vorhaben, von denen eins schon in diesem Jahr gestartet werden soll.

Um das verlassene Grundstück am Europaring/Ecke Bechemer Straße hatte es schon vor Jahren Diskussionen gegeben. Entwürfe für einen Wohnkomplex wurden  heftig diskutiert, dann abgelehnt. Das Vorhaben zwischen Stadthallenpark und Bechemer Straße wurde vor zehn Jahren von der Verwaltung gestoppt. Es sollte ein sechsgeschossiger Bau mit Eigentumswohnungen hochgezogen werden. „Stadtgarten Residenz Ratingen“ lautete der Arbeitstitel für das Projekt. Doch der  B-Plan sah eine maximal viergeschossige Bauweise vor. Der Bauantrag wurde von der Stadt abgelehnt. Wigkow erinnert sich, dass zuletzt die Gerichte das Sagen hatten.

Das ist Schnee von gestern. Nun will dort Wohnungsbaugenossenschaft Essen Nord dort 46 Genossenschaftswohnungen errichten, davon vier Stadthäuser integriert in den Baukörper. Vorstandschef Juan-Carlos Pulido stellte die Pläne vor. Wiglow: „Genossenschaftsmodelle sind der SPD besonders sympathisch, da dort die Rechte der Mieterinnen und Mieter viel besser ausgestattet und diese viel besser von unbotmäßigen Mietsteigerungen geschützt sind.“ Dieses städtebaulich gelungene Projekt, so Fahr, könne noch in diesem Jahr begonnen werden. Die Wohnungsbaugenossenschaft Essen-Nord, die bereits in Ratingen aktiv ist, verspricht, an dieser Stelle in der Innenstadt einen  Angebotsmix zu jeweils einem Drittel für Familien, Senioren und Singles zu schaffen.

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Noch in den Kinderschuhen steckt dagegen das Bauvorhaben der Ratinger Wohnungsbaugenossenschaft Wogera, die an der Hans-Böckler-Straße Mietwohnungen schaffen will. Das Altgebäude neben Molitor’s wurde bereits  abgerissen. Architekten des Ratinger Büros Lücker-Beckmann stellten einen ersten Vorentwurf vor. Allerdings gibt es noch kein Baurecht. Fahr wies auf bisherige Knackpunkte hin: Man wolle die „Grüne Achse“ mehr ausprägen. Außerdem sei der Parkplatz von Molitor’s betroffen. In der geplanten Tiefgarage sollen auch Wogera-Mieter aus der Nachbarschaft, die über keine Stellplätze verfügen, ihre Fahrzeuge abstellen können. „Dieses Projekt war lange problematisch wegen der nicht zielführenden Verknüpfung mit der geplanten Tiefgarage unter dem Park am Beamtengäßchen. Dieser Knoten wurde ja durchschlagen, so dass dieses Projekt jetzt auch Fahrt aufnehmen kann“, so Wiglow.

Die Wogera plant dort die Schaffung von 37 Genossenschaftswohnungen inklusive Tiefgarage. Wiglow: „Mit einem intendierten bunten Mix bei der Mieterstruktur zu den mieterfreundlichen Konditionen der Wogera wird das Angebot an bezahlbarem Wohnraum in Ratingen verstärkt. Gelungen ist der Wogera auch die Einbindung des Bauvorhabens in die Parksituation am Beamtengäßchen.“

Weitere Wohnbauprojekte, so wurde in der Sitzung von der Verwaltung berichtet, seien an der Fester Straße in Ost in Höhe des ehemaligen Kels-Standortes sowie an der Plättjesheide geplant.

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