Prozess um Feuerattacke auf Ratinger Rettungskräfte „Sie stand von Schuh bis Kopf in Flammen“

Düsseldorf/Ratingen · Im Prozess um die Feuerattacke auf Rettungskräfte in einem Ratinger Hochhaus hat die Polizistin ausgesagt, deren Haut zu 80 Prozent verbrannt worden ist. Ihr wurden eigentlich keine Überlebenschancen zugerechnet.

Ratingen: Ermittlungen am Tag nach der Explosion - Fotos
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Ermittlungen am Tag nach der Explosion in Ratingen

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Foto: dpa/Roberto Pfeil

Es herrscht absolute Stille im Saal 116E des Düsseldorfer Landgerichts, als F. mit ihrem Vater den Verhandlungsraum betritt. Die junge Polizistin, eine schlanke großgewachsene Frau, trägt eine weiße Mütze, einen safrangelben Schal und einen hellbraunen Wintermantel. In der rechten Hand hält sie einen Gehstock, auf dem sie sich abstützt. Ihr Gesicht ist von der Feuerattacke gezeichnet. Alle Blicke sind auf die junge Frau gerichtet – auch die des Angeklagten. Sie selbst würdigt ihrem mutmaßlichen Peiniger nicht die geringste Aufmerksamkeit. Ruhig, beinahe gelassen, setzt sie sich auf den Zeugenstuhl und beginnt ihre Aussage.