Ratingen: Die neue Jugendamtsleiterin Sabine Klocke stellte sich dem Jugendrat vor.

Jugend macht Politik : Jugendrat mischt in der Politik mit

Die neue Jugendamtsleiterin Sabine Klocke stellte sich mit konkreten Plänen dem Gremium vor.

Von wegen Politikverdrossenheit beim Nachwuchs: Das sieht der Jugendrat der Stadt Ratingen ganz anders. „In der Kommunalpolitik zahlen sich Beharrlichkeit und Geduld aus“, fasste das Sprecherteam, Nele Ross, Philippe Todt und Max Julius Werthebach jetzt zusammen. So soll noch bis Ende des Jahres die von den Jugendlichen angemahnte Beleuchtung im Ostpark fertig sein. Das Planungsamt hat den Stadtwerken den Auftrag erteilt. In der neuen Jugendamtsleiterin Sabine Klocke haben sie eine engagierte Mitstreiterin in der Stadtverwaltung gefunden.

Klocke überraschte den Jugendrat in der jüngsten Sitzung mit konkreten Terminen und Zusagen. Sie hatte sich die Anträge des Gremiums der vergangenen Jahre angesehen und will unterstützen, wo es nur geht.  Sabine Klocke stellte sich den Mitgliedern vor und überbrachte dem Gremium eine Reihe guter Nachrichten: So sollen die früher so beliebten und von der Stadt dann eingestellten U15-Partys in Ratingen-Ost wieder aufleben, freut sich der Jugendrat. Seit gut drei Jahren dränge das Gremium darauf, dieses Angebot in Ost wieder auf die Beine zu stellen.

Foto: RP/Maik Grabosch/Stadt Ratingen

Klocke sagte dem Jugendrat zu, dass die Partys übergangsweise in der Lintorfer Manege stattfinden können. Dazu würde in Ost ein Shuttleservice eingerichtet, damit die Jugendlichen sicher nach Lintorf und zurück gelangen. Mittelfristig sollen die U15-Partys wie vom Jugendrat beantragt wieder im Gemeindezentrum der Freikirche am Kaiserberg durchgeführt werden. Die Gemeinde hatte bereits Anfang des Jahres dem Jugendrat die Nutzung der Räume zugesichert, will aber nicht als Veranstalter auftreten. Das Jugendamt will eine Mitarbeiterstelle um mehrere Wochenstunden aufstocken und damit die U15-Partys in Ost sicherstellen.

Das  Internationale Filmcamp, an dem vor vier Jahren Jugendliche aus den Partnerstädten Gagarin, Maubeuge, Le Quesnoy, Kokkola und Wuxi teilgenommen hatten, wird endlich fortgeführt. Auch darum hatte der Jugendrat lange gekämpft. Die Konzeption der Neuauflage solle nun mit den verschiedenen Akteuren und Jugendratsmitgliedern abgestimmt werden, so Klocke. Noch vor den Sommerferien ist ein erstes Arbeitstreffen geplant. Die finanziellen Mittel für das Projekt seien bereits angemeldet.

In Sachen W-Lan in den Jugendzentren soll sich trotz Zusagen der Verwaltung zuletzt nicht viel getan haben. Nun gab es vom Jugendamt die Zusage, dass nach Rücksprache mit der IT-Abteilung eine externe Firma mit der Installation beauftragt werden soll. Im Jugendzentrum Hösel, im LUX und in der Lintorfer Manege funktioniere es mittlerweile, so der Jugendrat.

Unter Berücksichtigung der Ausstattungswünsche des Jugendrates werden zurzeit wie berichtet die Bolzplätze an der Kaiserswerther Straße und Kokkolastraße modernisiert. Sie erhalten einen gelenkschonenden Kunststoffbelag, Basketballkörbe, neue Tore und einiges mehr.

Zum Jugendkulturjahr in 2020 haben sich mit Beteiligung des Jugendrates bereits Arbeitsgruppen getroffen. Kulturamtsleiterin Andrea Töpfer sicherte zu, dass vor allem von und mit Jugendlichen entwickelte Projektideen gefördert werden sollen.

Auch die Ditybike-Anlage am Fernholz in Hösel, für die Jugendrat und Betroffene im Bezirksausschuss Hösel sehr engagiert geworben hatten, wird gebaut: Das sei von den Arbeiten am neuen Regenrückhaltebecken dort abhängig, sagte Michael Hansmeier vom Jugendamt. Bekanntlich soll der Aushub zur Gestaltung des Parcours genutzt werden. Das Becken solle bis Jahresens fertiggestellt werden, dann sei der Parcours an der Reihe.

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