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Ratingen: DBG-Hilfe für Nepal

Bonhoeffer-Gymnasiasten laufen für Partnerschule : Einn Stück Nepal-Hilfe kommt aus west

Der DBG-Charity Walk 2018 hat 10.400 Euro eingebracht. Adressat der Spende sind Schüler in Kathmandu.

(RP) Bereits seit Anfang des Jahres 2017 kooperiert das Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) mit dem Verein „Freundeskreis Nepal”, auf den die SV durch ihren  Mitschüler Hendrik Holtmeier aufmerksam gemacht wurde. Bei einem gemeinsamen Treffen mit den Leitern des Vereins und Vertretern der Schülerschaft sowie Frau Lacerenza (SV-Lehrerin) konnten sich alle kennenlernen und waren so begeistert von dem Projekt, dass schnell  klar wurde, dass auch die Einnahmen des alljährlich stattfindenden Charity Walks dort eine sinnvolle Verwendung finden würden.

Die Idee, einen Bus für die Schulkinder der Motherland School zu kaufen, die, um zur Schule zu kommen, einen einstündigen Fußweg bewältigen müssen, kam von der SV des DBG. Und so wurde dieser Plan jetzt tatsächlich mit den Spendengeldern  aus dem Charity Walk 2017 in die Tat umgesetzt.

Damit die nepalesischen Schüler auch einen Einblick in das Schulleben am DBG bekommen konnten, drehte die SV einen Kurzfilm und schickte darin auch persönliche Nachrichten und Wünsche mit. Außerdem besuchten einige Schüler des DBG das Nepalfest 2017 in Münster, welches vom ,,Freundeskreis Nepal” organisiert wurde. Es wurde traditionelle nepalesische Musik gespielt und gesungen, es gab Kuchen, Kaffee und Spiele für die Kinder wie z.B. Sackhüpfen. Das Highlight des Festes war die der Bericht  einer nepalesischen jungen Frau, die mithilfe der Organisation eine Ausbildung zur Krankenschwester absolvieren konnte, um nun mit ihren Kenntnissen den Menschen in Nepal zu helfen. Der ,,Freundeskreis Nepal” besuchte das DBG am Tag der offenen Tür 2017, um den Spendern und Schülern mittzuteilen, wofür ihr Geld verwendet wird und allgemein über das Projekt zu informieren. In den Winterferien 2017 fuhr  Nisha Gurung, DBG-Schülerin, dann mit ihrer Familie nach Nepal, um dort Familienangehörige zu besuchen und mit  ihnen das Neujahrsfest zu feiern. Dies war außerdem eine Gelegenheit, die Motherland School in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, persönlich kennenzulernen.

Das hat sie erlebt: „Als ich mit meiner Familie und meiner Tante an der Schule ankam, wurden wir herzlichst von dem Direktor, Bijula Shresta, und zwei weiteren Lehrern empfangen. Zur Begrüßung überreichten sie uns Obst, legten uns einen Gebetsschal um und gaben uns ihren Segen. Daraufhin wurde uns die Schule und ihre Ausstattung gezeigt. Für die dortigen Verhältnisse erschien mir dir Schule zunächst modern, was wahrscheinlich nur durch den Verein ,Freundeskreis Nepal’ und andere Spenden ermöglicht werden konnte. Der Direktor präsentierte uns stolz den Naturwissenschaftsraum, der gerade erst neu erbaut wurde. Für uns wäre dieser Raum renovierungsbedürftig, doch für die Schüler in Nepal ist dieser ein Privileg, ebenso wie der kleine Computerraum. Zudem hatten wir die Möglichkeit, die Schüler der einzelnen Klassen kennenzulernen. Jedes Mal, wenn wir ein Klassenzimmer betraten, standen die Schüler sofort auf und begrüßten uns mit einem ,,Namaste”.

Zwar waren die Schüler sehr schüchtern und redeten kaum, doch ihre Dankbarkeit war deutlich zu spüren. Nach der Schulführung setzten wir uns alle gemeinsam mit dem Direktor und den zwei Lehrern ins kleine Lehrerzimmer, wo uns Tee und eine Kleinigkeit zu essen angeboten wurde. Der Direktor Bijula Shresta erzählte uns, dass er die Schule vor 28 Jahren gegründet hat. Neben der Motherland School (Secondary School) befindet sich dort ebenfalls eine Grundschule. Auf beiden Schulen befinden sich Schüler der Klassen 1-10. Die meisten stammen aus der niedrigen Kaste ,,Newari”, deren Volk vor allem in Kathmandu ihr Zuhause findet. Beide Schulen teilen sich einen schönen Spielplatz, der ebenfalls vom „Freundeskreis Nepal” finanziert wurde. Die Schüler können neben Nepali Englisch lernen. Um eine weitere Sprache zu lernen, fehlt häufig das Geld und die nötigen Lehrkräfte. Jedoch können die Schüler das Fach „Accounting” belegen, das man mit Buchhaltung vergleichen kann.