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Ratingen: Bücherei Herz Jesu rüstet sich für die Ferienzeit

Ratingen : Bücherei Herz Jesu rüstet sich für die Ferienzeit

Hildegard Pollheim und ihr Team haben die Zwangspause genutzt, um die Bestände auf Vordermann zu bringen. Sie sortierten 2000 der gut 13.500 Medientitel aus, die nicht mehr gefragt waren. Für Nachschub wird gesorgt.

Willkommen sind alle Nutzer wieder mittwochs von 17 bis 19 Uhr und sonntags, 10.30 bis 12.30 Uhr. Das Schild „Katholische Öffentliche Bücherei“ hängt nach wie vor an einer Wand des Pfarrzentrums von Herz Jesu an der Rosenstraße. Damit endet aber auch schon der Büchereibesuch, wie man ihn seit Jahr und Tag gewohnt war. Stattdessen dies: Es gibt an der Büchertheke am Eingang eine Unterbrechung. Mit Mund- und Nasenschutzmaske ausgerüstet, muss sich jeder Gast schriftlich registrieren, anschließend die Hände desinfizieren, dann geht es weiter.

Vorangegangen war für Hildegard Pollheim und ihr Team eine generalstabsmäßige Planung. Sie handelte unter anderem von Quadratmeterzahlen und dem daraus folgenden, zulässigen Besucherstrom sowie vom günstigen Umstand, dass die Bücherei je einen separierten Ein- und Ausgang hat.

In der Zeit vor der Wiedereröffnung hatte es Termine nur auf Bestellung gegeben, also war zu keinem Zeitpunkt wirklich komplett geschlossen. „Aber als wir erstmals mittwochs wieder aufgemacht haben, wurden wir geradezu überfallen“, sagt Pollheim. Die Zwangspause haben die Mitarbeiterinnen zu einer Inventur genutzt. Ergebnis: 2000 Titel aus den zuvor 13.500 Medien wurden aussortiert. Sie waren schlicht zu selten gefragt und werden nun Zug um Zug ersetzt. Während die aussortierten Bestände via Flohmarkt angeboten werden.

Pollheim setzt auf Kontinuiät: Alle sechs bis acht Wochen können neue Medien angeschafft werden. Dafür gibt es einen Jahresetat von insgesamt rund 8650 Euro. Davon trägt die Kirchengemeinde St. Peter und Paul 4600 Euro, das Erzbistum Köln 2700 Euro. Die restlichen 1350 Euro muss die Bücherei selbst erwirtschaften. Das geschieht durch Spenden, Vermittlung von Büchern (die die Nutzer für sich selbst zum Kauf bestellen) und durch die Kollekten in den Kirchen am Buchsonntag im November.

Selbst für Expertinnen wie Pollheim ist es seit jeher schwer vorauszusagen, was in der Lesergunst oben stehen wird. „Bucheinkauf ist ein Stück Lotterie“, sagt sie. Eine allerdings, bei der die 630 Nutzer, die rein statistisch mindestens einmal jährlich kommen, eigentlich keine Nieten ziehen können.