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Ratingen: Buchcafé und Tragödchen mit Buchhandlungspreis ausgezeichnet

Gute Nachricht für Kulturfreunde in Ratingen : Tragödchen macht trotz Corona weiter

Ensemble begrenzt die Zuschauerzahl freiwillig auf 35 Personen und empfiehlt Gästen, sich warm anzuziehen. Die Truppe setzt auf die Belüftungsanlage im Lux und offene Türen.

Gute Nachrichten für Ratinger Kulturliebhaber: Das Tragödchen am Donnerstag, 22. Oktober, findet statt. Ab 20 Uhr treffen sich die Theaterfreunde im Lux, Turmstraße 5.

Der Schreck bei den Veranstaltern saß am vergangenen Donnerstag tief. Nach der Corona- Allgemeinverfügung des Kreises Mettmann hätte die Besucherzahl auf 20 Prozent der üblichen Höchstzahl zurückgefahren werden müssen. „Dies wäre einem Lockdown für den gesamten Kulturbetrieb, insbesondere kleinerer Bühnen gleichgekommen“, sorgt sich Bernhard Schultz aus dem Tragödchen-Ensemble.

Das Team atmete auf, als die Verfügung des Kreises durch die des Landes Nordrhein-Westfalen ersetzt wurde. „Damit gilt für unsere Veranstaltung eigentlich keine Begrenzung der Zuschauerzahl“, so Schultz.

Das Tragödchen-Team, das am vergangenen Donnerstag mit 14 Zuschauern ausverkauft war, begrenzt dennoch freiwillig die Zuschauerzahl auf maximal 35 Personen.

Die Belüftungsanlage im LUX und die offenen Türen sorgen für relative Sicherheit vor einer Ansteckung, erfodern aber warme Kleidung.

Der Tragödchen-Direktor arbeitet sich weiterhin erfolgreich durch die achtbändige Gesamtausgabe von Hans-Dieter Hüsch und die Tragödchen-Band freut sich auf das Comeback seiner Directrice de la Chanson Noemi Schröder. In wechselnder Besetzung (Lotta Schultz, Nicola Hausmann, Marcel Planz, Stephan Wipf, Stephan Neikes, Olaf Buttler und Jody Martin) und maximal vier Tragödianten auf der Bühne gibt es am Donnerstag das volle Programm.

Und noch eine gute Nachricht erreichte das Buch-Café Peter & Paula und das Ratinger Tragödchen: Nach 2016 gehören sie auch in diesem Jahr zu den Preisträgern für den Deutschen Buchhandlungspreises.

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat in diesem Jahr zum sechsten Mal den Deutschen Buchhandlungspreis verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Kulturstaatsministerin unabhängige und inhabergeführte Buchhandlungen mit Sitz in Deutschland, die ein anspruchsvolles und vielseitiges literarisches Sortiment haben, ein kulturelles Veranstaltungsprogramm anbieten, innovative Geschäftsmodelle verfolgen oder sich im Bereich der Lese- und Literaturförderung engagieren.

Eine unabhängige Jury aus Experten der Branche hat in diesem Jahr aus 426 Bewerbungen 118 Buchhandlungen für den Preis nominiert. Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Buchhandlungen sind Schatzkammern voll geistiger Reichtümer. Anders als eine Schatzkammer stehen sie allen offen. Sie sind Orte der kulturellen Begegnung, wo Austausch und Auseinandersetzung gepflegt werden und Interessierte zum Stöbern und Entdecken eingeladen sind. Dabei ist die Welt der Buchhandlungen so vielseitig wie die Menschen, die Bücher schreiben und lesen. Es freut mich sehr, auch in diesem Jahr den Deutschen Buchhandlungspreis zu verleihen: an jene Buchhändler, die mit ihrem leidenschaftlichen Einsatz für Bücher einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Vielfalt in Deutschland leisten.“