Ratingen: Brache statt Wohnraum mitten in der Stadt

Postskriptum Diese Woche in der Stadt : Brache statt Wohnraum in der Stadt

Einige wichtige Projekte der Stadtentwicklung nehmen Fahrt auf. Aber der Ärger über eine Brache mitten in der Stadt bleibt. Der Stadt scheinen die Hände gebunden zu sein.

Es scheint langsam voran zu gehen mit wichtigen Projekten in der Stadt: Die Fertigstellung des Rathauses scheint in greifbare Nähe gerückt zu sein, das alte Hertie-Haus steht vor dem Abriss, in Sachen Lärmschutzwand an der Güterstrecke tut sich was und auch das Verkehrskonzept für Ost liegt endlich vor.

Letzteres dürfte für Diskussionsstoff sorgen: Die hochbelastete Kreuzung Homberger Straße/Fester Straße/Balcke-Dürr-Allee ist offenbar platzbedingt nicht wirklich ausbaufähig. Und ob eine Kreuzung mit Ampel anstelle des bisherigen Esprit-Kreisels  die befürchteten Verkehre besser aufnehmen kann, können nur Fachleute wirklich beurteilen. Man darf gespannt sein. Eine Bürgerversammlung wird Gelegenheit bieten, sich das mal von Experten erklären zu lassen.

Dass der Bauhof für etwa 15 Millionen umgestaltet und teilweise erneuert werden soll, bedeutet letztlich auch grünes Licht für den Abriss der alten Feuerwache, denn dort sind bis zur Rathaus-Fertigstellung Stadt-Abteilungen ausgelagert. Dann kann an der Lintorfer Straße ein neues genossenschaftliches Wohnprojekt entstehen.

Wohnraum wird dringend benötigt. Da stören dann Anblicke von leerstehenden Wohnhäusern oder brachliegenden Bauflächen, wie jene der ehemaligen Stern-Apotheke. Müll und Grün wuchern dort prächtig. Ein Schandfleck an einem der „Stadttore“.

Baudezernent Jochen Kral wartet seit 2013 auf einen Plan des Eigentümers, der mit dem gültigen Bebauungsplan kompatibel ist.  Ein Skandal.

joachim.preuss@rheinische-post.de

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