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Rat: Beschluss für neuen Wagen

Ratinger Feuerwehr : Corona: Neues Löschfahrzeug für Feuerwehr kommt früher

Da sich abzeichnet, dass der Ausnahmezustand mit Blick auf Corona bis ins Jahr 2021 hinein anhalten wird, soll eines der beiden neuen Fahrzeuge jetzt schon beschafft werden.

Es sind besondere Zeiten. Und deshalb ist schnelles und entschlossenes Handeln gefragt. Rund 450.000 Euro hat der Rat bereitgestellt, um ein neues Löschfahrzeug zu kaufen. Die Beschaffung dieses und eines weiteren Fahrzeugs war für das nächste Jahr ohnehin geplant, da zwei HLF (Hilfeleistungslöschfahrzeuge) aus dem Baujahr 2001 ersetzt werden müssen.

Allerdings musste die Feuerwehr in der Corona-Pandemie außergewöhnliche organisatorische Maßnahmen ergreifen. Um zu vermeiden, dass im Falle von Infektionen ganze Löschzüge in Quarantäne gehen müssen, wurden Einheiten räumlich getrennt (die RP berichtete bereits). So wird das ehemalige Hauptquartier der Feuerwehr an der Lintorfer Straße wieder als Interimswache genutzt. Dort ist unter anderem das Löschfahrzeug der Jugendfeuerwehr stationiert, die das HLF unter Corona nicht benötigte. Die Jugendwehr braucht aber auf absehbare Zeit ihr Fahrzeug. Da sich jedoch auch deutlich abzeichnet, dass der Ausnahmezustand mit Blick auf Corona bis ins Jahr 2021 hinein anhalten wird, soll eines der beiden neuen Fahrzeuge jetzt schon beschafft werden.

Die Feuerwehr muss in dieser Krise auch zu besonderen organisatorischen Mitteln greifen, um in jedem Fall einsatzbereit zu bleiben. Nachdem bereits gemeinsam mit den Kollegen der Johanniter eine zusätzliche provisorische Rettungswache in Tiefenbroich eingerichtet worden war, ging die Interimsfeuerwache an der Lintorfer Straße ebenfalls in Betrieb. Dislozierung heißt das Stichwort. Indem die Feuerwehr ihre Kräfte an verschiedenen Orten auseinanderzieht, verhindert sie, dass die gesamte Truppe ausfällt, weil sie sich wegen eines Erkrankungsfalls in ihren Reihen in Quarantäne begeben müsste.

„Daher haben wir sehr früh darauf geachtet, dass alle Aktivitäten vermieden werden, bei denen viele Kollegen gleichzeitig zusammenkommen“, meinte Feuerwehrchef René Schubert.