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Projekwoche in der Regenbogenschule in Heiligenhaus

Projektwoche in Heiligenhaus : Skulptur fürs grüne Klassenzimmer

An der Grundschule Regenbogen drehte sich in der vergangenen Woche alles um das Thema Nachhaltigkeit. Dabei lernten die Kinder auch, was man aus Müll noch machen kann.

Hochkonzentriert stehen die Erstklässler am Tisch, mit Scheren und Zangen versuchen sie so vorsichtig wie möglich ihre kleinen Kunstwerke aus ihrer Gießform zu befreien. Die Gießformen, das sind alte, eigentlich weggeworfene Milch- oder Safttüten – entstanden sind darin kleine kunstvolle aus Beton gegossene Kerzenständer.

Und damit verbinden sich die beiden Themen der vergangenen zwei Projektwochen an der Grundschule Regenbogen in der Unterilp höchst kunstvoll miteinander: Denn unter dem großen Oberthema „Nachhaltigkeit“ gossen die jüngeren Schüler die Kerzenständer und die größeren gestalteten gemeinsam eine ganz besondere Skulptur.

„Was ist Müll eigentlich? Wie entsteht Müll? Und was passiert damit? Über all das haben wir mit den Kindern gesprochen“, sagt Claudia Peick. „Da wurde den Kindern auch mal bewusst, wie viel Müll sie so in einer Woche produzieren.“ Im letzten Jahr haben sie in ihrer großen Projektwoche das grüne Klassenzimmer mit Sitzflächen im östlichen Teil des Schulgrundstücks gebaut. In diesem Jahr entsteht genau hier mit der Leichlinger Künstlerin Ines Baumgart die Skultptur, in die auch gesammelter Müll mit verarbeitet wurde.

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Das große Kunstwerk und die vielen kleinen der rund 150 Schülerinnen und Schüler wurden dabei am Freitag feierlich eingeweiht. Mit einem Schulfest, das in den letzten zwei Jahren pandemiebedingt hatte leider ausfallen müssen. „Jetzt können wir endlich wieder feiern und die Familien der Schüler hier begrüßen“, freut sich Peick.

Allerdings: Der Schulhof ist derzeit nur begrenzt nutzbar, denn auch im westlichen Teil des Grundstücks wird mit Beton gearbeitet, allerdings in deutlich größeren Mengen: Hier entsteht der Mensaanbau, der zukünftig für deutlich mehr Platz sorgen wird. „Zum Beispiel mehr Platz für Fördermaßnahmen“, wie Peick sagt.

Aus dem Werkstoff Beton haben die Kinder zum Beispiel ihre Hände in Form gegossen, das soll die Krönung für das Betonkunstwerk werden, kündigte das Team bereits am Donnerstag an, einen Tag vor der offiziell geplanten Fertigstellung des Kunstwerks. „Die Kinder sind begeistert. Sie dürfen matschen, mit Wasser spielen und schon das Buddeln für das Loch, in das die Skulptur aufgesetzt wurde, hat richtig Spaß gemacht“, sagen Peick und Baumgart. Manche Schüler kämen bei der Arbeit noch einmal besonders aus sich heraus.

Beide wünschen, sich dass die Kinder vor allem den Spaß in guter Erinnerung halten. Was Peick noch einmal besonders schön findet: „Auch die Kinder, bei denen die deutsche Sprache noch nicht so sitzt, können hier wunderbar mitarbeiten, denn dafür braucht es nicht viel Worte.“

Übrigens: Das grüne Klassenzimmer könnte ausgezeichnet werden, dafür braucht die Schule noch Klicks. Weiteres dazu gibt auf www.regenbogenheiligenhaus.de