Ratingen : Neue Stadthalle: Scharfe Kritik an Plänen der FDP

Die Bürgermeisterkandidaten von Bürger Union und SPD betonen, dass die Stadt vor weitaus wichtigeren Aufgaben stehe.

Die Pläne des FDP-Bürgermeisterkandidaten Dr. Markus Sondermann, am Stadthallen-Standort ein Veranstaltungszentrum inklusive Hotel zu bauen, sind auf massive Kritik gestoßen. Rainer Vogt, Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat der Bürger Union (BU), betonte: „Das Projekt einer neuen Stadthalle inklusive eines großen Hotels ist Gigantomanie pur.“

Der Politiker fügte an: „Wie die FDP jetzt ausgerechnet auf ein arrondierendes Hotelprojekt kommt, das für den Fall, dass sich überhaupt ein Betreiber finden ließe, den sich abzeichnenden, ruinösen Wettbewerb noch weiter verschärfen würde, erschließt sich mir nicht.“

Man erwarte von der Verwaltung, schnellstens „die vom Rat lange beschlossene Sanierungs- und Umbaumaßnahme an der Stadthalle zu beginnen und somit die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Vermarktung des Bestandsgebäudes zu ermöglichen“. Auch Christian Wiglow, der Fraktionschef und Bürgermeisterkandidat der SPD, übte scharfe Kritik: „Die zunächst von CDU und Bürgermeister Klaus Pesch ins Spiel gebrachte und jetzt auch noch durch den FDP- Bürgermeisterkandidaten forcierte Überlegung für eine neue Stadthalle steht dafür, dass beide sich lieber Denkmäler bauen wollen, als die wirklichen Probleme der Menschen in Ratingen anzugehen.“ Er meinte: „Wir hinken bei der Digitalisierung der Schulen hinterher. Wir haben mit dem innerstädtischen Gymnasium ein riesengroßes Bauvorhaben, größer als das Rathaus. Und wir haben über sechs unvollendete Kita-Bauvorhaben, die nicht vorankommen.“ Und beim bezahlbaren Wohnraum tue sich nichts.