Ratingen: Polizei zählt weniger Unfälle

Ratingen: Polizei zählt weniger Unfälle

In Ratingen hat es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1243 Mal gekracht – das sind 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr. In Heiligenhaus ist die Zahl der von der Polizei aufgenommenen Unfälle im selben Zeitraum um knapp 20 Prozent auf 269 zurückgegangen.

In Ratingen hat es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1243 Mal gekracht — das sind 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr. In Heiligenhaus ist die Zahl der von der Polizei aufgenommenen Unfälle im selben Zeitraum um knapp 20 Prozent auf 269 zurückgegangen.

RAtingen/Heiligenhaus (RP) Wie aus dem "Halbjahresbericht Verkehrsunfallentwicklung" der Kreispolizeibehörde Mettmann hervorgeht, gab es in Ratingen, der einwohnerstärksten Stadt im Kreis, 1119 Unfälle mit Sachschaden und 124 Unfälle mit Personenschaden — 149 Verkehrsteilnehmer erlitten dabei Verletzungen, ums Leben kam niemand.

Spitzenreiter bei Unfallfluchten

Die Unfallhäufigkeit lag im Zeitraum des Berichts bei 1365 und damit um 8,9 Prozent über der des Kreisgebiets (1253). Die angezeigten Unfallfluchten haben sich um 14 auf jetzt 262 Fälle zurückentwickelt, meldet die Polizei. 150 dieser strafbaren Handlungen — das sind 57,3 Prozent — wurden aufgeklärt. In punkto Unfallflucht ist Ratingen Spitzenreiter im Kreis, gefolgt von Velbert (238) und Hilden (207).

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Am häufigsten in Unfälle verwickelte Verkehrsteilnehmer waren in Ratingen Radfahrer und Senioren. In der Nachbarstadt Heiligenhaus ist die Zahl der Verkehrsunfälle um 67 auf 269 zurückgegangen, das entspricht knapp 20 Prozent. Gezählt wurden 247 Fälle mit Sachschaden und 22 mit Personenschaden, wobei auch hier niemand zu Tode kam. Von 66 Unfallfluchten konnten 33 aufgeklärt werden. Auch in Heiligenhaus waren Senioren und Radfahrer am häufigsten in Unfälle verwickelt.

Die Kreisstadt Mettmann steht mit einem Unfallplus von 9,9 Prozent schlechter da als der gesamte Kreis, der einen Rückgang von 1,9 Prozent verzeichnet. "Das Sicherheitsniveau einer Region kann an Häufigkeitszahlen bemessen werden", heißt es in dem Bericht. "Diese Betrachtungsweise ermöglicht einen Vergleich von Bundesländern, Städten und Kommunen hinsichtlich des Risikos, an einem Verkehrsunfall beteiligt zu sein und/oder dabei einen Personenschaden zu erleiden." Für den Kreis Mettmann bedeutet das, ein eher sicheres Fleckchen zu sein: Die Unfallhäufigkeitszahl liegt bei 1253 und damit 21 Prozent unter der des Landes. Weder in Mettmann noch in Erkrath oder Wülfrath kamen in den ersten drei Monaten Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. In anderen Städten des Kreises starben allerdings drei Menschen: zwei in Hilden und eine Person in Monheim. Wie Mettmann verzeichnete auch Erkrath in den ersten sechs Monaten mehr Unfälle als im Vorjahreszeitraum. 421 Mal krachte es dort — 6,9 Prozent häufiger als 2011.

Panoramaradweg unauffällig

Schranken und Warnzeichen sollen am Panoramaradwerg dafür sorgen, dass Radfahrer aufmerksamer und langsamer unterwegs sind. Die Polizei verbucht dies als Erfolg: "In der Statistik ist der Panoramaradweg bislang unauffällig. Lediglich zwei Verkehrsunfälle wurden im ersten Halbjahr registriert." Die Polizei setzt weiterhin auf Vorbeugung: So gibt es auch im kommenden Schuljahr Angebote des "Crash Kurs NRW" an Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs im Kreisgebiet. Betroffene schildern Jugendlichen ihre Unfallerfahrungen. Die teils drastischen Berichte sollen abschrecken.

(RP/ila)
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