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Unfall mit Flüssiggas auf der A3 bei Ratingen: Polizei fahndet nach dunklem Kleinwagen

Unfall mit Flüssiggas auf der A3 bei Ratingen : Polizei fahndet nach dunklem Kleinwagen

Ein Unfall auf der A3 hat am Dienstagabend einen komplizierten Feuerwehreinsatz nach sich gezogen: Eines der Autos hatte einen Flüssiggastank, der bei dem Unfall beschädigt wurde. Die Polizei fahndet in diesem Zusammenhang nach einem dunklem Kleinwagen.

Ermittlungen der Polizei zufolge war ein18-jähriger Autofahrer aus Duisburg gegen 20 Uhr auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Oberhausen unterwegs, als in Höhe der Raststätte Hösel kurz vor ihm ein dunkler Kleinwagen einscherte. Der 18-Jährige musste sein Fahrzeug stark abbremsen und nach rechts ausweichen, dabei kam sein Fahrzeug ins Schleudern und prallte zunächst gegen die rechte Schutzplanke, dann zurück auf die mittlere Spur und stieß mit dem Fahrzeug eines 50-jährigen Ratingers zusammen. Das Auto des 50-Jährigen überschlug sich und blieb auf der Seite liegen.

Da aus dem Tank des Wagens kontinuierlich Flüssiggas austrat, musste die Feuerwehr Ratingen zeitweise beide Richtungsfahrbahnen der A3 wegen Explosionsgefahr sperren. Feuerwehrleute mit Atemschutzmasken verschlossen das Leck im Tank. Dabei musste die Gaskonzentration in der Luft ständig kontrolliert werden, um eine Explosion zu verhindern.

Anschließend wurde das Auto mit einem Kran auf ein Abschleppfahrzeug geladen und zu einem Acker in Eggerscheid gebracht. Dort wurde es abgeladen und die Dichtung wieder entfernt, damit das Gas ausströmen konnte. Auch dabei musste durch Messungen ständig überprüft werden, ob Explosionsgefahr bestand. Anschließend wurde der Tank sicherheitshalber noch mit Wasser geflutet, um sicherzustellen, dass kein Restgas mehr vorhanden war.

Aufgrund schwerer Verletzungen mussten der 18-jährige Duisburger, seine 24-jährige Beifahrerin und der 50-jährige Ratinger in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Sachschaden wird auf 40.000 Euro geschätzt. Die Polizei fahndet nach dem Fahrer des dunklen Kleinwagens, der sich unmittelbar von der Unfallstelle entfernt hat.

(ots)