Ratingen: Polizei-Aktion gegen Taschendiebe in der S-Bahn

Ratingen: Polizei-Aktion gegen Taschendiebe in der S-Bahn

Auf der S6-Strecke nach Essen ist die Bundespolizei am Wochenende massiv gegen die nordafrikanische Taschendiebstahlszene vorgegangen. Hintergrund war nach Angaben von Volker Stall, Sprecher der Bundespolizei in Dortmund, die Häufung solcher Delikte in der vergangenen Zeit.

Mit Hilfe von Zivilkräften, die in den Zügen die Lage beobachteten, und massiven uniformierten Polizeikräften am S-Bahn-Haltepunkt Kettwig wurden 38 meist polizeibekannte Nordafrikaner überprüft.

Ein Taschendieb wurde auf frischer Tat ertappt, als er einen schlafenden Reisenden bestahl. Eine Person fiel durch Hehlerei auf, es ging um ein gestohlenes Smartphone. Zwei Personen konnten keine gültigen Aufenthaltsgenehmigungen vorweisen. Auch seien 17 Schwarzfahrer erwischt worden. Insgesamt, so Stall, seien über 50 Platzverweise ausgesprochen worden. Während der Kontrollzeit sei es in der S-Bahn auch zu zwei Körperverletzungen gekommen, die Beamten mussten einschreiten. Ein Marokkaner habe bei der Festnahme massiven Widerstand geleistet und die Beamten angegriffen. Zusätzlich würden auch die Aufzeichnung der in den neuen S-Bahnen installierten Videokameras ausgewertet, so Stall. Die Diebstähle auf bestimmten Strecken, darunter auch auf der S6, hätten in der jüngsten Vergangenheit zugenommen, so Stall.

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Durch die Präsenz der Zivilkräfte habe man auch viele "positive Eindrücke für die Lagebeurteilung" bekommen. Die Einsätze seien in der Nacht zum Samstag und in der Nacht zum Sonntag durchgeführt worden. Weitere Aktionen seien geplant, unter anderem auch in der S6.

(JoPr)