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Politik debattiert über Konzepte

Ratingen : SPD: Erlebniswelt gehört fest zum Blauen See

Debatte um Planungen: Auf dem Gelände sei neben dem Umweltbildungszentrum mehr Platz für andere Angebote.

(RP/kle) Das Areal ist einzigartig.  Die zukunftssichere und tragfähige Entwicklung des Freizeitgeländes um den Blauen See ist aus Sicht der SPD eine zentrale und wichtige Herausforderung. Daher habe man auch alle bisher gefassten Beschlüsse des Stadtrates mitgetragen. Mit Blick auf die einstimmige Beschlusslage des Rates soll der Blaue See behutsam weiterentwickelt werden.

Naturbühne und Märchenzoo seien dabei „gesetzt“. Ergänzt werden soll das Ganze um ein Umweltbildungszentrum (UBZ). Aus Sicht der SPD ist das UBZ eine sinnvolle und gute Ergänzung. Das Umweltbildungszentrum kann eine zusätzliche Attraktion für die gesamte Stadt und den Blauen See werden.

Naturbühne, Märchenzoo und Umweltbildungszentrum könnten ein attraktives Ensemble für Ratingen sein und den Blauen See nachhaltig beleben und sichern. Der SPD geht es um eine behutsame Symbiose von Natur und interessanten Angeboten der Freizeit, der Bildung wie dem Umweltbildungszentrum.

In den bisherigen Diskussionen sei die bestehende Erlebniswelt am Blauen See für künftige Entwicklungen entweder gar nicht erwähnt oder als obsolet und nicht mehr zeitgemäß beschrieben worden, so die Kritik der SPD.

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Hinzu seien mehr oder minder unglückliche Aussagen der Verwaltung gekommen, sodass sich viele Bürger Sorgen machten, dass die Freizeitangebote für Kinder wegfallen könnten, die bisher maßgeblich zur auch überregionalen Beliebtheit des Blauen Sees beigetragen haben, so die Fraktion.

Dazu führt die Verwaltung selber aus (Vorlage 23/2010), dass der Blaue See mit vielen „positiven Kindheitserinnerungen für viele Ratingen Bürgerinnen und Bürger“ verbunden ist. In der in der Öffentlichkeit und auch den sozialen Netzwerken laufenden Diskussion geht es daher immer um entweder das Umweltbildungszentrum oder die Freizeitangebote der Erlebniswelt.

Die SPD-Fraktion sieht hier aber kein „entweder oder“, sondern ein Miteinander. Nach Ansicht der SPD Fraktion ist das Gelände am Blauen See groß genug, um ohne zusätzliche Flächeninanspruchnahmen sowohl das Umweltbildungszentrum wie auch einem Freizeitangebot, wie es seit Jahren die „Erlebniswelt“ kostengünstig und kindgerecht bietet, Raum zu geben. Beide könnten sich sogar sinnvoll ergänzen und eine nachhaltige Belebung sicherstellen.

Mit der nun zu beratenden Vorlage 134/2021 soll ein Wettbewerbsverfahren für den Blauen See gestartet werden – was man grundsätzlich begrüßt. Es fehlen der SPD aber konkrete Aussagen zum „Miteinander“ der unterschiedlichen Nutzungen.

Zwar schreibt die Verwaltung, dass „im Bereich des Bewegungsspielplatzes (…) die Trampoline sowie die Ausschank-Station als Elemente der heutigen Erlebniswelt übernommen werden“ sollen, mehr aber nicht. Das ist der SPD aber zu unkonkret und auch zu wenig, zumal in den Wettbewerbsunterlagen diese Festlegungen nicht mehr so konkret zu finden sind.

Daher beantragt die SPD, dass in den Wettbewerbsunterlagen als Voraussetzung der Einbezug bestehender, auch gewerblicher Freizeitanlagen (Erlebniswelt) vorzusehen ist. Das Gelände sei groß genug dafür und muss beidem Raum geben können. Ein neuer großer Spielplatz könnte die Angebote der „Erlebniswelt“ nicht auffangen. Natürlich müssen sich die bestehenden Angebote auch zeitgemäß weiterentwickeln, heißt es.

Zudem möchte die SPD, dass der Jugendrat ordentlicher Sachpreisrichter wird und nicht, wie vorgeschlagen, nur stellvertretender, da die Zielgruppe des Blauen Sees vor allem Kinder und Heranwachsende (mit ihren Eltern) umfasst.