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Politik beschließt Wettbewerbsverfahren

Wettbewerb für Freizeitareal : Blauer See: Fachbüros entwickeln Pläne

Das Projekt mit Blick auf die Umgestaltung des Areals wird sehr konkret. Die Politik wird ein Wettbewerbsverfahren auf den Weg bringen, dazu gibt es Beschlüsse. In acht Monaten könnte das Ganze abgeschlossen sein.

Die Pläne für eine behutsame Umgestaltung des Blauen Sees sorgen immer wieder für Gesprächsstoff, geht es hier doch  auch um ein einzigartiges Areal. Viele Bürger lieben das Freizeitgelände  mit Märchenzoo, Naturbühne, Bootssteg und Spielfläche. So ist es verständlich, dass von Anfang an bei all den Planungen viele Emotionen im Spiel waren.

Nun geht es tatsächlich in die nächste Phase, denn jetzt soll der Realisierungswettbewerb beginnen. Bis zu 15 Fachbüros sollen Ideen für die Nutzung und Planung des Geländes erstellen. Danach kommt die Bürger- und Ratsgremienbeteiligung. In zwei Ausschüssen hat man das Wettbewerbsverfahren bereits einstimmig beschlossen.  Und in acht Monaten könnte das Ganze schon abgeschlossen sein. Die CDU-Fraktion macht für die Auslobung Vorgaben, damit der Freizeitcharakter mitten in der Natur im Vordergrund bleibt.

Ein schön gestalteter Erlebnisspielplatz (Ausmaße 50 x 50 m)  für bis zu 14-jährige Kinder jedenfalls reiche nicht aus, urteilt die CDU. In einem Antrag bittet die Fraktion die Stadt Ratingen darum, die Vorgaben im Auslobungsverfahren entsprechend zu ergänzen. „Das Umweltbildungszentrum, UBZ, ist sicher eine zeitgemäße Ergänzung, zu der wir stehen, sie soll aber eben ein Angebot von vielen sein; Freizeitpark, Wanderwege, Bootssteg, Naturbühne und Märchenzoo sind aber mindestens genauso wichtig“, betont CDU-Fraktionschef Stefan Heins. „Wir wünschen uns außerdem Highlights wie Kletterpfad und Skytower.“

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Der in der Auslobung nicht aufgeführte Standort des UBZ auf dem versiegelten Gelände zwischen Kalkbahn und dem oberhalb liegenden Freizeitgelände (die ehemalige Straße nach Hösel/Breitscheid) soll nach dem Ratsbeschluss vom 26. November des vergangenen Jahres zunächst geprüft werden. „An der Anger und den Wiesen kann Wachstum und natürliches Leben – wie in Gut Ophoven – am besten konkret veranschaulicht werden. Wasser ist der Quell allen Lebens“, ergänzt Ewald Vielhaus, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender.

Die Verwaltung wird also jetzt beauftragt, das Verfahren für den hochbaulichen und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb für das Freizeitgelände Blauer See sowie für das UBZ am Blauen See fortzuführen.

„Es ist uns wirklich ganz wichtig, dass bei der Entwicklung des Freizeit- und Erlebnisareals für alle Nutzer- und Altersgruppen der Erlebnischarakter im Vordergrund steht. Das Erlebnis- bzw. Themenspielgelände soll zum Beispiel Kinder und Jugendliche gleichermaßen ansprechen“, betont Heins. Bei all den Planungen müsse auch die besondere geologische und vorindustrielle Geschichte mit den Felsen und Kalköfen berücksichtigt werden.

In den bisherigen Diskussionen sei die bestehende Erlebniswelt am Blauen See für künftige Entwicklungen entweder gar nicht erwähnt oder als obsolet und nicht mehr zeitgemäß beschrieben worden, kritisiert unterdessen die SPD-Fraktion.

Nach Ansicht der SPD ist das Gelände am Blauen See groß genug, um ohne zusätzliche Flächeninanspruchnahmen sowohl das Umweltbildungszentrum wie auch einem Freizeitangebot, wie es seit Jahren die Erlebniswelt kostengünstig und kindgerecht bietet, Raum zu geben. Beide könnten sich sogar sinnvoll ergänzen und eine nachhaltige Belebung sicherstellen.

Die SPD hat beantragt,  dass in den Wettbewerbsunterlagen als Voraussetzung der Einbezug bestehender, auch gewerblicher Freizeitanlagen (Erlebniswelt) vorzusehen ist. Ein neuer großer Spielplatz könnte die Angebote der Erlebniswelt nicht auffangen, so die SPD.