Postskriptum Diese Woche In Unserer Stadt: Plan für mehr Bildungsqualität muss her

Postskriptum Diese Woche In Unserer Stadt: Plan für mehr Bildungsqualität muss her

Der Schulentwicklungsplan (SEP) ist kein Bürokratie-Monster, sondern ein grundlegendes Werk für möglichst gutes Lernen. Nun soll es dazu einen Workshop geben.

Es geht um Bildung, ganz konkret um Schulen und das, was Ratingen in den kommenden Jahren für gutes Lernen tun muss. Hinter den Kulissen gibt es aktuell einen Streit zwischen der Bürger Union (BU) und der Stadt. Es existieren zwei unterschiedliche Standpunkte. Fakt ist: Mit Befremden hat die Fraktion der BU die Einladung der Verwaltung zum Workshop "Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung für die Sekundarstufe" entgegengenommen. Der Schulausschuss, der erst Ende Februar getagt habe, sei noch nicht einmal über den geplanten Workshop informiert worden, hieß es.

Dass der Workshop der Meinungsfindung dienen soll, ist aus Sicht der BU verwunderlich. Ein Workshop führe nämlich auch zu einer weiteren Verzögerung der kommunizierten Zeitschiene. Diese Vorgehensweise sei nicht zielführend und wird von der Vorsitzenden des Schulausschusses, Nicole Mielke (BU), und dem schulpolitischen Sprecher der BU-Fraktion, Christian Koch, mit Unverständnis quittiert. Man könne nur auf der Grundlage eines Schulentwicklungsplans (SEP) über die Schullandschaft sachgerecht beraten. Diesen SEP habe die Fachverwaltung mit den Schulen abzustimmen. Die Stadt habe Vorschläge zu erarbeiten, die in den Gremien erörtert werden. Darüber kann man dann in einem Workshop diskutieren, so die BU. Die umgekehrte Reihenfolge, die die Verwaltung wählt, sei nicht zielführend. Rolf Steuwe, der Erste Beigeordnete, sieht dies ganz anders: Die Politik habe den Workshop ausdrücklich gewünscht. Es sei nicht die erste Veranstaltung dieser Art. Bei der Vorlage anderer Fortschreibungen der Schulentwicklungsplanung habe man dieses Instrument ebenfalls eingesetzt. Den Termin habe man kurzfristig festlegen müssen, weil die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen noch mit der Schulaufsicht abgestimmt werden mussten; insofern konnte der Workshop-Termin nicht im Schulausschuss bekannt gegeben werden. Im Workshop sollen auch die aktuellen Anmeldezahlen der weiterführenden Schulen angesprochen werden, um auf der Grundlage aktueller Zahlen diskutieren zu können. Und im Frühjahr soll der Entwurf des SEP vorgelegt werden, versicherte der Schuldezernent.

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Politik und Verwaltung werden sich - so oder so - in Kürze an einen Tisch setzen müssen. Denn der SEP ist für die Bildungsqualität in unserer Stadt von entscheidender Bedeutung.

norbert.kleeberg@rheinische-post.de

(RP)