Ratingen : Pesch: Vollsperrungen zahlen sich aus

Ratingen : Pesch: Vollsperrungen zahlen sich aus

Die Stadt hat ihre Taktik gewechselt und lässt jetzt Straßen aus einem Guss sanieren. Das spart Zeit und hilft Firmen.

Wenn Bürgermeister Klaus Konrad Pesch von einem Taktik-Wechsel spricht, dann geht es nicht etwa um Fußball oder andere sportliche Dinge. Nein, der Verwaltungschef richtet seinen Blick auf die stattliche Zahl der Straßensanierungen, die unter Vollsperrung ablaufen. Pesch betonte im RP-Gespräch: „Wir sparen damit Zeit und Geld. Und das Ganze ist aus einem Guss.“ Mit anderen Worten: Stückwerk soll der Vergangenheit angehören.

Natürlich gebe es immer mal wieder Kritik von Anwohnern, häufig seien aber auch sehr hilfreiche Hinweise dabei. Die Stadt Ratingen setzt ihr ambitioniertes Sanierungsprogramm jedenfalls mit unvermindertem Tempo fort. 21 Straßen werden neu asphaltiert, darunter mehrere Hauptverkehrsstraßen (die RP berichtete bereits).

„Dieses sehr ehrgeizige Sanierungsprogramm ist ohne Verkehrsbeeinträchtigungen nicht zu bewältigen“, betonte Baudezernent Jochen Kral. „Um diese so kurz wie irgend möglich zu halten, haben wir uns entschlossen, die einzelnen Maßnahmen unter Vollsperrung durchzuführen.“ In Einzelfällen gebe es ohnehin keine Alternative, betonte der Technische Beigeordnete.

Nur so war es überhaupt möglich, das Sanierungsprogramm im dritten Anlauf endlich erfolgreich auszuschreiben. Die Baufirmen sind so gut ausgelastet, dass sie die Maßnahmen so schnell wie möglich erledigen wollen.

Die nächste Maßnahme steht bereits an: Die Fahrbahndecke des Freiligrathrings wird vom 18. bis 25. September saniert. Damit der Verkehr auf dieser Hauptverkehrsstraße so schnell wie möglich wieder ungehindert fließen kann, wird unter Vollsperrung gearbeitet. Der Individualverkehr wird weiträumig umgeleitet. Die Buslinien, die normalerweise auf ihrem Weg von Ratingen Mitte nach Ratingen Ost und zurück über den Freiligrathring fahren, verkehren in der Baustellenwoche über die Schwarzbachstraße.

Als Umleitungsstrecke ist der innerstädtische Verkehrsring ausgeschildert. Wer zum Beispiel vom Europaring aus nach Ratingen Ost fahren möchte, wird über den Dürer-, Stadion-, Hauser, Maubeuger und Wilhelmring geleitet. Die Kreuzung Bahnstraße/Wilhelmring ist während der gesamten Bauzeit frei. Die Poststraße kann zunächst auch durchgängig befahren werden. Da der Kreuzungsbereich aber auch neu asphaltiert werden muss, wird er von Montag, 23. September, 20 Uhr, bis Dienstag, 24.September, 20 Uhr, ebenfalls gesperrt.

Für diesen kurzen Zeitraum wird die Poststraße von beiden Seiten zur Sackgasse. Damit die Anwohner ein- und ausfahren können, wird die Einbahnregelung im Bereich des S-Bahnhofs Ratingen Ost aufgehoben.

Anwohner des Freiligrathrings können zwischen 17 und 7 Uhr ihre Häuser von der Bahnstraße aus erreichen. Es handelt sich um eine Unterhaltungsmaßnahme, daher müssen die Anwohner keine Straßenbaubeiträge bezahlen. Das Tiefbauamt weist auf die starke Abhängigkeit von der Witterung bei der Herstellung der neuen Fahrbahn hin. Wenn es regnet, kann nicht asphaltiert werden. Insofern können sich Abweichungen von den genannten Terminen ergeben.